Samstag, 30. Mai 2009

Alleine

So - nun ist es passiert. Ich habe meine Wohnungsgenoßen rausgeekelt und habe nun eine Woche lang die Wohnung für mich alleine... ;-) (danach bekomm ich Besuch :-) ).

Es war zwar der Abschied nocheinmal kurz "problematisch", da nicht alles wie gewünscht verlaufen ist - aber es hat, wie ich gerade erfahren habe, dann doch noch alles geklappt und man wartet mittlerweile brav am Gate. An dieser Stelle möchte ich mich auch noch einmal bei meinen Kollegen bzw. dessen Frau bedanken. Es war mir mit diesen ein großes Vergnügen die Zeit hier zu verbingen...
Der erste Rückreisetermin ist auch der Grund für einen fehlenden Beitrag. Da Ende des Monats ja immer ein "come together" in unserem Büro stattfindet und dieses gestern wiedereinmal der Fall war, waren wir natürlich etwas länger aus und es wurde somit später und ich wollte um 5.00am nicht wirklich noch einen Blogeintrag verfassen ;-) .
Und somit werde ich mich die kommende Woche etwas zurücknehmen (beim Bloggen), dafür sollte es dann ab nächster Woche wieder mehr Fotos geben, da ja gewisse Dinge noch immer ausständig sind (zum Beispiel: Sentosa, Little India). In der Zwischenzeit werde ich mich vermehrt dem Buch widmen, denn auch da gibt es noch sehr viel zu tun... Also nicht böse sein wenn es in der kommenden Woche dann noch mehr Lücken gibt...

Donnerstag, 28. Mai 2009

Hinterhof

Bisher kennt ihr ja nur den Ausblick nach vorne. Aber wie jede Medaille hat auch dieses Gebäude eine Kehrseite, welche einen anderen Ausblick - und somit Einblick - zulässt. Verlässt man unsere Anlage über den Hinterausgang, so gelangt man auf eine sogenannte "Local Access Road" und diese führt dann auch noch zu anderen Gebäuden, welche dann nicht mehr im Condo-Style angelegt sind und somit auch keinen Pool besitzen und auch desweiteren keine Guards und keinen Park und keine BBQ-pits aufweisen... Anbei ein paar Bilder wie diese Gebäude neu aussehen (haben zwischen 35 und 40 Stockwerke...). Achja - in diesen Gebäuden kommt es dann aber nicht zu einer Ansammlung von Malayen oder Chinesen oder Philipinos. Hier gibt es einen strikten Belegungsplan, wieviele Prozent von welcher Nation je Gebäude einziehen dürfen. Eine "Völkervereinigung" findet hier somit nicht statt und somit gibt es auch stets eine Durchmischung in den Stadtteilen.

Gestern war ja dann auch noch die offizielle Eröffnung der CCL (Circle Line). Ich war leider nicht dabei, habe mir aber erzählen lassen, dass es ein sehr schönes Fest war...

Eröffnungen und Öffentlichkeitsarbeit funktioniert hier wesentlich anders als in Europa. Zum einen sind nicht Politiker die ersten, die die Stationen besichtigen durften und gesehen haben, sondern die Öffentlichkeit. Dazu gab es am Samstag einen Tag der offenen Tür und auch eine eigene Website. Und zum anderen haben sich hier die Betreiber der Linie auch etwas anderem verschrieben. Nämlich der Wohlfahrt - so gehen die Einnahmen der ersten 22 Betriebstage an Wohltätigkeitsstiftungen und nicht in die Kassen der Betreiber... (man rechnet mit einem Erlös von rund 200.000 Euro)

Straitstimes-Artikel

Falls es wen interessiert, diese Strassenkategorien gibt es hier (je nach Typ wird dann auch eine unterschiedliche Maut fällig...):

Expressway (Category 1)
Major Arterial (Category 2)
Minor Arterial (Category 3)
Primary Access (Category 4)
Local Access (Category 5)















































Dienstag, 26. Mai 2009

Rauchen

Darf man hier überall - ausser an öffentlichen Plätzen, in öffentlichen Gebäuden, in Pubs, in Lokalen, Bushaltestellen und so weiter... Somit bieten Lokale den "leidgeprüften" Rauchern eigene Zonen an, welche durch eine gelbe "Demarkationslinie" gekennzeichnet und als "Smoking spots" ausgewiesen sind. Wer sich nicht an das Verbot hält, wird zuerst einmal mit einer etwas rüden Ansprache a la "man möge sich mit der Zigarette schleichen..." (den genauen Wortlaut spar ich mir an diesere Stelle, da ich sonst auf den Blog "FSK18" schreiben müsste...) darauf hingewiesen, dass der augenblickliche Standort Nichtrauchern vorbehalten ist. Wer sich dennoch nicht daran hält kann mit bis zu 500 S$ bestraft werden - erlebt habe ich es zwar noch nirgends, aber die Androhung alleine reicht hier schon... Doch nicht nur die Strafandrohungen sind hier hoch, sondern auch die Zigarettenpreise. Fragt mich jetzt aber bitte nicht, was die Zigaretten genau kosten, denn derart en detail interessiert es mich dann doch nicht... - aber die Raucher hier haben mehreremale über die hohen Preise geflucht... - eine Einfuhr von duty-free Zigaretten ist nicht gestattet; selbst mehrmaliges Ausreisen um Stangen von Zigaretten mitzubringen hat keinen Sinn...
Somit haben aber alle Lokale einen Vorteil: Man kann diese betreten ohne danach wie frisch geselcht zu riechen - ebenso der Küchengeruch bleibt fern, da die Küchen mit mehr als leistungsstarken Belüftungen in den Hinterhof entlüften. Somit ist bei der Bekleidung nur darauf zu achten, dass diese auch in gewisserweise kältebeständig ist und sich das Fett des geselchten Specks am Körper befindet ;-) . Nur so kann garantiert werden, dass der Abend auch ohne Frostbeulen überstanden wird.

Montag, 25. Mai 2009

BBQ

Zuersteinmal: Entschuldigung für den "Ausfall" gestern, aber Salzburg wollte Arbeit erledigt haben - danach war ich erledigt.

Hierbei handelt es sich zwar um eine amerikanische Abkürzung, dennoch ist diese hier gerne in Gebrauch. Für was es steht muss ich denke ich nicht erklären (für die Unkundigen: Hierbei handelt es sich um eine Zusammenkunft von Nicht-Vegetariern, um bereits totes Tier nocheinmal zu erhitzen und dann im (un)gewünschten Zustand - irgendwas zwischen roh und Briketts - zu verzehren ;-) ).
Für uns war natürlich der "Kick-Off" des Events nicht ganz so einfach wie in Österreich, da hier von uns zuvor noch keiner gegrillt hat (ausser ein bisschen in der Sonne am Pool...).
Somit musste man natürlich bereits am Freitag Scouts ausschicken, welche Läden mit dem nötigen Zubehör dafür ausfindig machen. Da diese Mission sehr glücklich verlief und man alles in einem Gebäude gefunden hatte, konnte am Samstag somit die Beschaffungsmission gestartet werden und nach generalstabsmäßiger Aufgabenverteilung wusste jedes Team genau, was zu besorgen war und somit konnten binnen kürzester Zeit alle Besorgungen erledigt werden.
Vom "Kühlschrank" über die Grillzange bis hin zum Eis musste alles natürlich auch nach "Dover Rise" gelangen, was aber wiederum eines Taxistandes direkt vor dem Cold Storage in Holland Village nur eine kleine Aufgabe war.
Somit stand einem gemütlichen Abend (immerhin waren wir zu zwölft - davon waren 9 Österreicher) nichts mehr im Wege und der Grillmeister konnte den Grill anwerfen.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit dem Grill (hier wäre es angebracht gewesen, der Erbauer des Grills hätte sich für Phi entschieden), gelang es dem Grillmeister durch Einsatz seines technischen Verständnis den Grill auf richtige Höhe zu bringen und somit das Fleisch dem Feuer nahegenug (allerdings nicht Ikarus-mäßig nahe...).
Unglücklicherweise waren wir mit der Platzreservierung etwas spät dran und die großen Grillplätze somit belegt. Nun konnten wir uns nur noch mit einem kleinen zufrieden geben, machten jedoch das beste daraus, da wir den Verzehr des Grillgutes dann am Holzdeck beim Splash-Pool durchführten (ihr erinnert euch an das Foto Splash-Pool? Dort unter den Palmen...).
Allerdings war es dort dann genauso gemütlich und gesellig und der Abend nahm erst gegen halb drei ein Ende... (normale Events in Singapur beginnen um 18:00-19:00 Uhr und sind dann spätestens um 23:00 Uhr beendet - oh pardon; richtigerweise müsste es ja 6:00-7:00pm und 11:00pm heissen...).
An dieser Stelle nocheinmal ein Dank dem Grillmeister, den fleissigen Händen die Salat richteten und an den edlen Tortenspender :-)!!!

(Und natürlich an den Wettergott - die Wolken am Nachmittag wirkten sehr bedrohlich; ebenso das Donnergrollen - zum Glück blieb das Gewitter dann aber aus...)


















"Kühlschrank"












"BBQ-Pit"

























Leider kein kühler Gastgarten, dafür ein lauschig warmer Palmengarten... ;-)

Freitag, 22. Mai 2009

Handy

Hierbei handelt es sich um das Lieblingsspielzeug der Singapurer. Zu jeder Tages und Nachtzeit ist dieses griffbereit. Mit allen möglichen Ausstattungen und in allen möglichen Variationen ist es verfügbar. Die Gesprächsgebühren sind relativ günstig, liegen jedoch über dem österreichischen Niveau - ich würde es in etwa mit dem deutschen Preisniveau vergleichen. Einzig und alleine auch bei Wertkarten kann man billig nach Europa telefonieren. Hier kostet dann die Minute rund 26 S cent - also etwa 13 € cent.
Aber nicht nur, dass das Handy allzeit bereit ist - es ist auch überall dabei. Wirklich überall. Und nicht nur dabei, sondern auch in Verwendung. So kann es dann schon sein, dass der Gesprächspartner diverse WC-Geräusche präsentiert bekommt, da dies ja einer der wenigen Orte ist an denen man "ungestört" telefonieren kann.
Sonst kann man aber nach Dienstende wunderbar betrachten wie die Angestellten der Firmen in zur Verfügung gestellte Shuttle-Busse klettern und dort nicht miteinander kommunizieren, sondern nebeneinander kommunizieren. Sei es durch schreiben einer SMS oder aber ein Telefonat. Interessanterweise wird hierbei meist die Hand vor den Mund gehalten und das Gespräch so direkt ins Telefon "umgeleitet". Ob es was bringt oder nicht, bleibt mir verschlossen - denn selbst wenn jemand mit mir derart sprechen würde, wäre ich nicht in der Lage die Person zu verstehen, da diese dann viel zu leise spricht, als dass bei mir noch irgendetwas ankommen würde. Ebenso ist die Gesprächsqualität innerhalb Singapurs mehr als dürftig und abreissende Gespräche sind keine Seltenheit (vielleicht hat man aber auch nur das Falsche gesagt und die Verbindung wurde getrennt...).

Mittwoch, 20. Mai 2009

Zöllner...

... sind eine besondere Gattung Mensch. Entweder des Lesens nicht mächtig oder einfach zu blöd um den Sinn der mitgesandten Texte zu verstehen. Nachdem das retour gesandte Notebook bereits am Freitag in der Firma eintraf, fehlte noch die Rechnung von UPS über den Transport. Diese kam heute. Klarerweise konnte auch hier die zweifache Erklärung, dass es sich um ein Austauschgerät (sprich keinen Import), sondern nur um einen Austausch - nu na ned - handelt nicht ihre gewünschte Wirkung zeigen und somit wurde auch hier wieder Zoll kassiert. Ja, da sind sie schnell - Hauptsache man muss nicht denken.

So sind nun für ein Notbook, welches einen Wert von rund 600€ aufweist zweimal Zoll fällig - in der Gesamthöhe von 200€ (55€+145€). Da wäre wegschmeissen schon billiger gewesen... (oder beim Heimfliegen Übergepäck haben...).

Dienstag, 19. Mai 2009

Heimkehr

Nun steht der Termin meiner Heimkehr (aber eventuell noch nicht endgültigen) fest.

Es ist der 18. Juni, an dem ich die Heimreise antreten werde. Somit betrete ich am 19. heimischen Boden und werde dann (hoffentlich) wohlverdienten Urlaub genießen (und am Buch schreiben).

Wobei ja heute sowieso ein besonderer Tag war, da als wir die Tür zum Appartement öffneten uns ein ungewohnter und noch mehr überraschender Duft in die Nasen strömte: Der Duft von frisch gekochtem Essen. Und wir uns bei einer wunderbaren Gemüsesuppe und anschließenden herrlichen Topfenknödeln stärken konnten (ein Dank und ein Lob an die "Köchin" an dieser Stelle - es war einfach vortrefflich!!!).
Wobei ja nicht nur zuerst das Essen duftete, sondern auch im Anschluß daran die ganze Gegend, da irgendein in der Nähe befindlicher Baum zu blühen begann und somit die ganze Umgebung angenehm roch. Man kann sich ja jetzt fragen, warum ich das schreibe, denn schließlich müsste hier alle Augenblicke irgendwas blühen und duften. Tut es aber nicht; blühen schon - aber nicht duften. Es riecht diese Stadt eigentlich überhaupt nicht. Weder nach Pflanzenwelt noch nach Strassenverkehr. Geruchsimpressionenn fehlen nahezu zur Gänze. Warum dem so ist, ist mir nicht ganz klar. Vielleicht ist die menschliche Nase einfach nicht in der Lage Düfte aufzunehmen nachdem sie die ganze Zeit unter "Klimaanlagenbehandlung" steht. Vielleicht riecht die Stadt aber wirklich nicht... Aufjedenfall werde ich die Stadt aber nicht aufgrund ihrer besonderen Gerüche wegen in Erinnerung haben, denn da gibt es keine Erinnerungen... (ok - ein paar wenige; aber das sind nur diejenigen, die meinten sie müssen in Parfum baden... - ist aber auch nicht immer besonders angenehm...)

Topfennockerl & Wasser(leitung)

Diese gibt es erst am Abend. Und ja - der Kollege ist brav und auch seine Frau führt sich ordentlich auf! :-) Sind beide im übrigen sehr nett!!!!
Und ich soll ausrichten, dass ihr das Haus stehen lassen sollt und keine (zu) wilden Partys feiern sollt ;-)! (soll ich natürlich nicht ausrichten... ;-) )

Trinkwasser

Also dieses kann man hier (noch) ganz unbedenklich aus der Leitung konsumieren und braucht sich vor nichts fürchten. Einzig und alleine der Geschmack ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, da es komplett anders schmeckt als unser frisches Quellwasser - liegt aber vielleicht auch daran, dass es wärmer ist - also das Wasser.
Das Wasser entspringt irgendwo in den malaiischen Bergen und wird über "Pipelines" nach Singapur gebracht. Wenn ihr euch die Insel einmal mit Google Earth oder Maps betrachtet habt so könnt ihr im Norden einen Damm nach Singapur sehen. Dort ist nicht nur eine Strassenverbindung nach Malaysien sondern auch die Verbindung der Eisenbahn und eben auch Wasserleitungen, welche das Wasser für gesamt Singapur herbeiführen. Diese Versorgung basiert auf uralt Verträgen mit Malaysien und ist den Malaiien ein Dorn im Auge, da Singapur für rund 1.000 Gallonen nur etwa 50 S Cent bezahlen muss (da hat anscheinend wer die Inflationsanpassung vergessen...). Diese Verträge laufen aber nicht mehr lange und dann wird die Wasserversorgung mehr und mehr auf eigene Quellen und Resourcen umgestellt. Wenn man nun weiß, dass Singapur keine eigenen "Quellen" hat kann man sich schon denken, was das zuur Folge hat. Deswegen habe ich auch eingehends geschrieben: noch unbedenklich.

Dann ist angedacht den Singapore River als Trinkwasserreservoir zu nutzen und das aufbereitete Wasser einzuspeisen... - wer den Singapore River kennt, kann sich dann vorstellen was auf einen "zukommt"; das ist ungefähr wie im Ruhrgebiet mit dem 7 Wasserkreislauf...

Im Büro gibt es aber zum Beispiel keine "Küche", wie man es aus Büros bei und kennt - somit steht hier ein klassischer Wasserspender, welcher sowohl eiskalt als auch brennheiß liefern kann. Dieser wird auch mit Wasserflaschen - bottled in Malaysia - bestückt. Achja - diese Wasserflaschen sind extrem schwer und wenn man beim Nachfüllen den Finger zu spät rausnimmt tut es tierisch weh...

Wasser in Singapur

Wasserbauprojekte in Singaur - geplant auch von GC

Montag, 18. Mai 2009

Wochenenden

Diese sind derzeit leider auch nicht mehr das was sie früher waren. Soll bedeuten, dass die Zeit der Erholung vorbei ist und das Sightseeing auch eingeschränkt wurde, da das Buch nun im Vordergrund steht (stehen muss), da bis Ende Mai seitens des Verlags ein großer Teil des Buches gewünscht ist. Und da während der Woche kaum Zeit bleibt muss dies somit nun am Wochenende in konzentrierter Form erfolgen. Das bedeutet aber leider auch, dass es somit (noch) weniger Bilder geben wird und auch meine Blogeinträge zurückgehen werden, da ich die Zeit wirklich für das Buch brauche. Leider. Da ich auch gestern am Buch gearbeitet habe gibt es leider keine neuen Erkenntnisse aus Singapur, des weiteren werden die Themen knapp ;-) (Bilder einstellen ist oftmals einfacher - auch wenn die Upload-Zeiten hier sagenhaft sind; manchmal hat man das Gefühl es sitzt wer auf der Leitung... ;-) ). Ausser ihr habt Vorschläge oder Wünsche... :-)

Samstag, 16. Mai 2009

X-Fighter

Wie angekündigt waren wir heute bei den X-Fighters; glücklicherweise... denn das Wetter versprach vom Aussehen her ganz was anderes - hat sich aber zum Glück selber nicht dran gehalten...

Somit gibt es heute nicht viele Worte, sondern mehr Bilder... dem aufmerksamen Beobachter ist es nebenbei nicht entgangen, dass beim Buch rund ein Prozent hinzugekommen ist... :-) hoffe ich halt... :-) - Ganz unten könnt ihr euch ein Frauenfahrzeug ansehen... ;-)













Boxengasse - der Rest folgt ohne Worte...




















































































































































































Backflip...












Freitag, 15. Mai 2009

???

Nein - nicht die drei Fragezeichen von Robert Arthur. Eher die in meinem Kopf - derzeit kenne ich mich selber nicht aus wann ich heimkomme, wann ich wieder weg bin und wann nicht... Naja - vielleicht bringt der Montag Licht ins Dunkel...

Aufjedenfall wurde mir heute ganz was anderes bewusst: Es gibt ein ganz anderes offizielles Datum von dem ich selber erst heute erfahren habe - aber nur zufällig...

We proudly present...

Tja - da war ich selber überrascht... aber nun heisst es sich ran halten und keine Zeit mehr zu verlieren... Somit fällt heute eher kurz aus, da für morgen das Programm schon steht: Abendgestaltung - gratis und cool. Mehr braucht man nicht... Ich nehme auf jedenfall die Kamera mit...

Gründonnerstag

War bei uns gestern in gewisser Art und Weise. Da man ja am Gründonnerstag kein Fleisch ist, wir aber dem Koch auch mal freigeben wollten ;-), waren wir fleissig Sushi essen. Wer jetzt denkt, dass Sushi leicht und erfrischend ist, der hat nur grundsätzlich recht - aber wie heisst es so schön? Die Menge machts... So war das Essen gestern zwar sehr gut, aber auch viele kleine Fische machen den Magen voll. Nett dabei war, dass wir im oberen Stockwerk des Sushi-Restaurants waren, welches nicht dem klassischen Touristenprogramm folgt, sondern ein Stückchen Japan repräsentiert. Somit bedeutet dies: Schuhe ausziehen, Füße unter einen Tisch zwängen und eigentlich ganz gemütlich da sitzen. Nachdem der Kollege eine Gesamtbestellung aufgegeben hat, bei der wir anfänglichs nicht so recht wussten was uns da nun erwartet, mussten wir nach und nach feststellen: Seine Auswahl war vorzüglich.
Als Abschluss gab es dann noch eine Suppe, welche vor uns am Tisch dahin köchelte und mit allerlei Meerestieren, Nudeln und Gemüse bestückt war - klarerweise stand auf dem Kocher irgendwas mit "Fuji" geschrieben...
Insgesamt hatte ich aber schon fast vergessen wie gut toter Fisch schmecken kann... :-)

Da am Gründonnerstag aber bekannter Weise auch die Glocken nach Rom fliegen, wollten wir diesem traditionellen Brauchtum Folge leisten und schickten auch unsere Glocken weg. Soll heissen: Jemand des "Maintenance" war hier und hat sich um unsere Türsprechanlage gekümmert - glücklicherweise in einer endgültigen Form wie es mir am liebsten ist. Die verhasste Glocke wurde abmontiert und mitgenommen - somit steht ruhigen Nächten Tür und Tor offen und es besteht die Chance, dass ich meine Augenringe vor der Heimreise los werde...

(Und da ja Gründonnerstag in der Fastenzeit auch bedeutet, dass man in sich geht und sich eines besseren besinnt, leisteten wir auch diesem Beispiel Folge und beschlossen alles bisher Beschlossene über Bord zu werfen, so wie es auch die LTA mit den Abgabeterminen macht und somit bleibe ich nicht länger sondern, kürzer und kehre dafür wieder...)

Obiger Absatz hätte gestern fast Gültigkeit erlangt - nun bleibt doch alles beim Alten... oder auch nicht?

Mittwoch, 13. Mai 2009

GST

Goods and Services Tax - ist die Steuer die hier auf alles aufgeschlagen wird, was in einer Form dem Konsum unterliegt (also Kauf - nicht Verzehr) - so ja auch geschehen bei meinem nicht importierten Notebook, sondern lediglich garantiebedingten Austausch; aber irgendwann werden es die in Singapur auch noch verstanden haben... ;-).

Die Steuer beträgt hier humane 7% und fällt somit nicht wirklich ins Gewicht - dummerweise ist das nur die "Goods"-Taxe, bei der "Services"-Taxe sieht es ein bisschen anders aus. Die beträgt 10% und kommt dann, wenn man es sich eigentlich gut gehen lassen möchte - also beim Essen und Trinken... - das tut dann schon ein bisschen mehr weh. Hat aber auch zeitgleich den Vorteil: Es gibt kein Trinkgeld. Das was auf der Rechnung steht bezahlt man und das Thema hat sich somit erledigt. Dumm nur dass manche Restaurants und Lokale Nettopreise anschreiben - da kommt man dann auch mal ins Grübeln wo gerade die hohe Rechnungssumme herkommt - vorher hat doch noch alles normal ausgesehen...
Andererseits kann man hier jeden Schmarrn auch mit der Kreditkarte zahlen. Sei es die Taxirechnung über4,0 S$ oder aber die normale Shopping-Tour mit 200 S$. Genommen werden alle gängigen Karten und diese funktionieren dann auch (ausser bei der Kollegin - ihre Karte wird verweigert... ;-) )

Heute hatten wir im übrigen den ersten ungehaltenen Taxifahrer: Er war der Meinung, dass der vor uns fahrende "a stupid idiot" ist und eigentlich nichts auf der Strasse verloren hätte, am wenigsten vor seinem Taxi...(was eh klar ist - Idioten stören logischerweise immer den eigenen Weg, nie den der anderen - vielleicht eine chinesische Weisheit.... ;-) ). War aber sehr interessant, derartige "Emotionen" hier zu erleben - vor allem wenn man weiß wie er es gesagt hat... Mit Nachdruck würde anders ausschauen... ;-)

Ein "PS" für diejenigen die den gestrigen Beitrag "zu früh" gelesen haben: Es sind noch zwei Bilder dazugekommen - eines vom "Lokal" (also reddot) und eines vom beschriebenen Getränk.

Und eigentlich wollte ich euch noch unseren "Hinterhof" vorstellen - der hat sich in der Zeit, in der wir jetzt hier sind, massiv verändert... Man glaubt gar nicht wie schnell die im 30. Stockwerk sind... Aber leider war es dann wiedereinmal zu spät und somit zu finster (ab halb acht ist hier Feierabend - zumindest für die Sonne...).

Dienstag, 12. Mai 2009

Red • (Reddot)

So heisst eine "Micro-Brewery", von welchen es in Singapur unsäglich viele gibt, gelegen am Dempsey Hill. Situiert in einem ehemaligen Militär-Camp, welche von den britischen Streitkräften nach und nach aufgegeben wurden, liegt diese Brauerei mit Gastronomie nahe dem botanischen Garten. Mit einer etwas amüsant zu lesenden Entstehungsgeschichte (unter "about us") inklusive der Herkunft des Namens wurde uns diese Lokalität von vielen Seiten (also Personen - nicht Internet) empfohlen und musste somit einfach einmal aufgesucht werden. Die Anlage ist, wie für die meisten Lokalitäten in Singapur üblich, auf absolutes Wohlfühlambiente ausgelegt und bietet somit alleine durch die Betrachtung derer, Entspannung pur. Reddot ist ein Brauhaus, welches nicht nur im grünen liegt, sondern auch grün braut. Damit meine ich jetzt aber nicht in Bezug auf Umweltschutz (da hab ich keine Ahnung davon - und die Singapurer manchmal noch weniger... ;-) ), sondern in Bezug auf die Farbe des Bieres. Hier gibt es ein Bier, welches sich "Monster Green Lager" nennt und demzufolge auch grün serviert wird. Schmeckt aber wie ein normales Pils - eben gleich wie das hier erhältliche "Czech Pilsener". Insgesamt aber wie gesagt ein sehr entspannter Fleck Erde, an welchem man gerne verweilt.

Zwei Dinge an die ich mich nach wie vor nicht gewöhnt habe:
Egal ob man vorm Büro steht oder sonst wo im Grünen geht: Man fühlt sich immer wie in einem Lehrbuch der Pflanzenwelt...
Egal wie Finster, trüb, regnerisch oder was auch immer das Wetter und die Lichtverhältnisse sind - die Kälte entsteht durch Menschenhand, von der Natur her wäre es immer warm...












Schon der Aufgangsbereich wirkt sehr einladend...

















...grünes Bier...












...beim Red Dot...








Der Gastgarten... (leider fehlt da das dritte Bild - der mag mich heute nicht... :-( )








...sowas wäre bei uns genial - inklusive der Temperaturen und der Voraussetzung, dass die Teichbewohner genauso nur aus Fröschen, Koi-Karpfen und Tonenten bestehen... und keine Gelsen...

Montag, 11. Mai 2009

Verschiedenes

Zu den Taxis mal noch ein paar Takte:
Man kann in Singapur nicht nur alte Toyota Crowns erwischen, sondern auch neuere... ;-) - nein, das wollte ich jetzt nicht erzählen (neuere Modelle, welche 26 Monate alt sind haben im übrigen auch schon 360.000km auf dem Tacho...).
Man kann in Singapur auch Taxis mit mindestens 218PS (lt. Homepage haben sie aber sogar 425PS) erwischen. Dann sitzt man in einem Chrysler 300C SRT8. Von diesen gibt es in Singapur derzeit 50 Stück und sind als Shuttle für das derzeit in Bau befindliche Casino gedacht. Der Fahrkomfort in diesem ist als äußerst angenehm einzustufen und man fühlt sich auch sehr sicher im inneren (die Türen erscheinen wirklich sehr massiv). Selbst die Fahrer sind sich ihres Gefährts bewusst und tragen meist Anzug (ist in Singapur sehr selten, da man auch zu Business-Meetings im kurzärmligen Hemd und einer normalen Hose erscheinen kann, ohne dass sich dabei jemand auf den Schlips getreten fühlt), sind aber manchmal noch nicht ganz Herr der hohen PS-Anzahl - sprich die Fahrgeschwindigkeit liegt leicht über dem, was die Verkehrsordnung zulassen würde...
Einsteigen kostet in so ein Taxi dann im übrigen 5 S$ - anstelle der üblichen 2,80 S$ - und 345m gefahren schlagen mit 0,30 S$ zu Buche anstelle der üblichen 0,20 S$... Aber insgesamt war die Fahrt noch immer billiger, als wenn ich in Salzburg in ein Taxi nur einstige...
Für die Statistik: Die Taxis in Singapur (rund 24.000 Stück) befördern jeden Tag circa 900.000 Passagiere...

Noch ein Nachtrag zu einem meiner ersten Beiträge - die geheiligten Hallen haben natürlich einen Namen: Es handelt sich hierbei um das Kim Chuan Depot - klarerweise ist es das weltgrößte unterirdische Depot ;-) .
Eventuell interessant ist auch der 4. Absatz in diesem Artikel - ganz bestätigen kann ich diesen so nicht... ;-).
Benötigt wird das ganze für die "Circle Line" und die später folgendende Downtown-Line. Selbstredend ist natürlich dabei auch dass die Circle Line die längste fahrerlose U-Bahn-Linie der Welt wird... Eröffnet wird der erste Abschnitt am 28. Mai diesen Jahres - vielleicht geht sich ja eine Anwesenheit auf der Eröffnungsfeier aus...

Sonntag, 10. Mai 2009

Wizard of...

...Oz. Wäre eigentlich ein Magier. Für mich ist es nach wie vor das Geheimnis "of oz". Wenn ich essen gehe und mein Essen ist plötzlich in oz. angeschrieben, dann bin ich zwar nicht direkt im falschen Land aber auf jedenfall in einem Restaurant in dem es Steak gibt. Doch wieviel sind "ein oz" und wenn dort steht "9 oz.", schaffe ich es dann? Oder sollte ich doch lieber "12 oz" nehmen, weil ja 9 doch zuwenig sein könnten...
Naja - im Normalfall reichen "9oz" und wenn es schön medium ist dann ist es auch noch so richtig saftig...

Danach wechselt man aber am besten zu Formel1, welche hier ja um 20:00 Uhr übertragen wird, und fühlt sich dann ein bisschen zerissen da am zweiten Fernseher ManUtd gegen ManCty läuft (Endstand: 2:0) und weiß eigentlich nicht so recht wo man hinschauen soll, bis man feststellt, dass der Herr in seinem roten Gefährt jedesmal auf der Start/Ziel-Geraden sein Knöpfchen drückt und somit Geschwindigkeit vortäuscht und man sich zur Gänze auf ein Stadtduell konzentriert, bis der Herr in seinem roten Gefährt beschließt die oberen Gänge nicht mehr zu verwenden und dem legitimen Platzanwärter die Vorfahrt gewährt.

So vergeht der Sonntagabend und man geht mit einem wohlverdienten entspannenden Programm nach hause, da man ja untertags rund 160 Seiten für die Korrektur und das finale Layout vorbereitet hat und somit seiner Pflicht mehr als genug nachgekommen ist. Morgen gehen somit die ersten 160 Seiten meines Buches an den Verlag zur Endkontrolle :-).

Damit ihr heute aber nicht wieder ohne Bilder ausgeht: Sonnenuntergang (ich glaube es war der fünfte den wir erleben durften - der Rest war durch Wolken verdeckt...) und den (noch) nahezu Vollmond...













Der Tower ist die SingTel-Zentrale.












Mit dem Tele aufgenommen... geht ein bisschen aufs eigene Augenlicht...












Eigentlich wollte ich ja gestern am Abend die Kamera mitnehmen - Emirate Hill und Ice Cold Beer inklusive der Straße mit dem kubanischen Touch... Der Mond wäre auch perfekt gestanden...

















Notstiegenhaus. 13,5 Stockwerke.

Samstag, 9. Mai 2009

Kleintier

Kleintiere gibt es hier einige. Weniger Moskitos (Gelsen), dafür mehr lauffreudige (zum Teil auch fliegende) schwarze, kleine und große (6cm), quicklebendige (und leider weniger tot) "cockroaches" - nein, das ist jetzt nichts unanständiges; nur unerfreuliches - nämlich Kakerlaken. So - jetzt werden wahrscheinlich wieder ein paar denken: Dem bekommt die Hitze nicht - Kakerlaken können nicht fliegen. Dem kann ich nur entgegnen: Ich spreche von (Groß)Schaben, nicht von gemeinen Küchenschaben, welche in Europa landläufig als Kakerlake bezeichnet werden. Sind aber zwei verschiedene Paar Schuhe - und Kakerlaken (besser gesagt: Schaben) können fliegen, glücklicherweise nicht alle - aber hier gibt es die fliegende Sorte definitiv.
Nichts destotrotz verteilen sie sich natürlich auch klassisch laufend und dafür sind natürlich durchgängige "Autobahnen" hervoragend. Nämliche vertikale - vom Keller bis hinauf zu jeder Küche - auch als Müllschacht bekannt. So kann es schon passieren, dass einem so ein Tierchen dann und dort über den Weg rennt, wo man es eigentlich nicht haben wollte - in der Küche.
Zu den Gelsen auch noch ein paar Takte: Alle Baustellen dieses Landes haben als Devise keine stehenden Gewässer zu verursachen - also Pfützen in den das Wasser eventuell 3 Tage steht. Denn dann sind die Moskitos auch schon da. Das ganze nennt sich dann "for a mosquito free environment". Sollten sich aber einmal doch welche gebildet haben, dann sind diese umso aggresiver und blutdürstiger als in Europa. Bisher hatte ich einmal eine im Zimmer - demenstprechend sah (zum Teil noch immer) ich auch aus. Aber diese dürfte dann irgendwann mal von einem unserer Haus(Wohnungs)bewohner vertilgt worden sein: kleine Eidechsen wohnen mit uns...
Um dem restlichen vorhandenen Ungeziefer auf den Leib zu rücken gibt es hier regelmäßige "fogging"-Aktionen (so ca. einmal im Monat). Dabei wird alles ausgeräuchert was nicht zwei Beine hat und schnell genug weg ist. Interessant ist es dies zu sehen - nämlich anfänglich unbewusst, da man gar nicht auf die Idee kommt, dass man im 8. Stock mitbekommt, wenn auf der Strasse "gefogged" wird. Aber so geschehen als wir zum Essen in unserer Filiale waren...

PS: Ich war brav und habe emsig am Buch gearbeitet - somit werden am Montag wahrscheinlich die ersten rund 150 Seiten in Richtung Korrektur gehen...

Freitag, 8. Mai 2009

Feiertage

Neben der Geburtstagsfeier (Essen gehen, in Ruhe - da dies während der Woche kaum möglich ist), welche wir gestern/heute hatten, gibt es noch einen Grund sich zu freuen: Es ist schon wieder ein Feiertag - der Vesakh-Day.
Das ist der Vorteil, wenn man in einem Land ist, welches die Hauptfeiertage der wichtigen Religionen in den Kalender aufgenommen hat. Der Nachteil dabei ist, dass die ganzen "nebensächlichen" christlichen Feiertage (1. Juni) zum Beispiel nicht übernommen worden sind... leider. Naja - man muss ja nicht alles haben.
So haben wir aber morgen frei und ich werde - je nach Witterung - am Buch arbeiten (immerhin hat der Verlag schon um die erste Hälfte bis Ende Mai gebeten...) oder aber irgendwas unternehmen; mal schauen was der Wettergott dazu sagt.

Haushalt

Natürlich könnte man an freien Tagen auch die Wäsche waschen oder die Wohnung putzen. Beides bleibt uns jedoch erspart und so können (besser gesagt: könnten) wir das Nichtstun genießen und uns die Sonne auf den Bauch scheinen lassen.
Manchmal muss man dann aber doch selbst die Wäsche waschen und so der Reinlichkeit eine neue Dimension verleihen. Warum? Weil es hier Top-Loader gibt, welche nur mit Kaltwasser waschen. Zwar ideal für Wäsche, welche nicht zu heiß gewaschen werden darf, jedoch verleiht es auch den Farben einen ganz besonderen Touch. Weiß wird zu grau. Strahlende Farben werden blaß. Und manche Sachen werden einfach so nicht sauber. So muss man dann wie gesagt selber Hand anlegen und der Waschmaschine Heißwasser aus der Wasserleitung oder aber dem Wasserkocher zuführen, damit ein gewisses Grundmaß an Leuchtkraft wiederkehrt. Desweiteren hat es den Vorteil, wenn man die Wäsche selber wäscht und dies sinnvollerweise am Tag vor dem Auftauchen der Putzfrau macht, diese die Wäsche gleich am nächsten Tag aufbügeln kann und unter dem Einsatz von extremen Mengen Wäschesteife auch das Hemd aus dem weichesten Stoff zur gefährlichsten Schlagwaffe werden lässt.... ;-)

Geburtstag & Halbzeit

Der gestrige Tag war der erste Tag in der zweiten Halbzeit meines Singapuraufenthalts. Die anfänglichen enthusiastischen Begegnungen mit dem unbekannten Terrain sind einer mittlerweile eher nüchternen Betrachtung gewichen. Nicht alles was glänzt ist Gold. So ist auch Singpaur - die sauberste Stadt der Welt, klarerweise nicht offiziell bestätigt, aber dafür selbst zu dieser ernannt - nicht überall die sauberste Stadt. Man entdeckt nach über einem Monat Dinge, die man zuvor nicht gesehen hat, da man eben auf das selbstkreirte Image hineinfällt, und stellt fest: Singapur ist eine Stadt wieviele andere auch. Sicher grüner und von der Luftqualität her besser als viele Großstädte der Welt, doch dies liegt in erster Linie nicht an der Verwaltung oder gar den Gärtnern sondern einfach an der geografischen Lage, die zu diesem angenehmen Umstand führt. Das immer warme Wetter wird nun manchmal auch eher zur Last als zum angenehmen Umstand, da sich duschen meist nur von kurzen Nutzen ist und man alsbald wieder verschwitzt ist. Ebenso macht es so manchen Ausflug zur beschwerlichen Tortour, da man einerseit nicht kamelartig zuvor 200 Liter Wasser trinken kann und andererseits auch nicht selbige Menge mitnehmen will. Kauft man die Getränke am Ort des Ausflugs, so kann dann das kleine Wasser schon 2,5 S$ kosten (Füllmenge: 0,2 Liter). Doch gibt es auch nach rund eineinhalb Monaten noch mehr als genug zu entdecken und die verbleibende Zeit wird wahrscheinlich gar nicht für alle Ziele reichen...
Und so wie die Zeit vergeht, so ziehen auch Geburtstage ins Land, welche es gilt in heimlichen Aktionen vorzubereiten und die Kollegin, welcher dieser galt, mit allen möglichen Mitteln abzulenken. Alle Manöver verliefen erfolgreich und so konnte für sie überraschenderweise eine kleine Geburtstagsfeier im Büro auf die Beine gestellt werden. Zu ihrer weiteren Überraschung gab es neben einer Schokoladentorte auch noch ein kleines Geschenk. Für uns Europäer überraschend kam der Umstand hinzu, dass man hier nach einer Schokoladentorte auch gerne noch ein paar Chickenwings und Fischbällchen isst - meinem Magen war die Vorstellung alleine schon genug und ich verzichtete freiwillig auf dieses "unausschlagbare" Angebot... ;-).
So konnte man das Büro aber bereits gestärkt verlassen und sich am Abend im "Ice Cold Beer" - gelegen in einer Seitenstrasse der Orchard-Road, das Aussehen kubanischer Bauten - bei ein paar Runden Billard entspannen. Während des Spiels wurde man durch anwesende andere Nationen auch noch gefordert, doch das Ergebnis fiel sehr eindeutig aus: Österreich 2 - die anderen 0 Siege.

Donnerstag, 7. Mai 2009

Rotkäppchen...

...gibt es hier zwar nicht, dafür verlassen jeden Tag mit uns gemeinsam kleine Gelbhäubchen die Wohnanlage. Sei es an der Hand der Mutter, des Vaters oder doch nur des Kindermädchens. So landen diese dann alle fein säuberlich nach Farben sortiert vorm Tor der Anlage und warten gemeinsam mit ihrer mitgebrachten Begleitperson auf den Schul - nein - auf den Kindergarten- und Krabbelstubenbus, welcher sie dann für den Rest des Tages aus der Fürsorge seiner Eltern löst und sie der staatlichen Obhut übergibt, damit sie auch schön angepasst und normiert aufwachsen. Was bei den Kleinsten mit einer einfachen Kopfbedeckung beginnt, geht dann in der Schule mit einer komplett einheitlichen Uniform weiter bishin zur Universität.
Schon jetzt kann man an allen Ecken der (Wohn)Blöcke lesen, dass die Einschreibungsfrist der 2009 Geborenen begonnen hat und man sich rechtzeitig um die Plätze in Kindergärten und Krabbelstuben, eventuell auch gleich Schulen, das ist mir bisher verschlossen geblieben, kümmern soll. Einerseits eine Wohltat für die Eltern, die ja sowieso arbeiten gehen müssen und andererseits natürlich ein Kontrollinstrument um das Ausbrechen aus einer stark normierten Gesellschaft zu vermeiden oder gar nicht erst den Gedanken daran aufkommen zu lassen.
Interessant ist aber dabei auch zugleich der Umstand, dass es erst seit dem Jahr 2003 eine allgemeine Schulpflicht gibt. Viele Kinder blieben zuvor zuhause oder halfen ihren Eltern wo es nur ging. Die essenstechnische Versorgung war aber trotz der Mithilfe der Kinder nicht immer gewährleistet und manche der Kinder (und auch ihre Eltern) litten an Mangelerscheinungen und Unterernährung. Nicht nur durch viele private Initiativen, so zum Beispiel auch der Aktion der Frau des Chefs von GCAs - hier werden zum Beispiel die Lebensmittel aus den Supermärkten, welche in diesen nicht mehr verkauft werden dürfen durch freiwillige Helfer zusammengesammelt und von einer zentralen Stelle aus an unterversorgte Familien verteilt - unter der Voraussetzung, dass die Kinder in die Schule gehen (die Schule muss den Schulbesuch bestätigen), gelingt es immer mehr einerseits den Mangelerscheiungen und der Unterernährung Einhalt zu gebieten mit dem begleitenden positiven Effekt, dass die Kinder die Schule besuchen und so aufgrund besser Bildung einen einfacheren Start ins "wirkliche Leben" haben. Zum Glück wird dieses Programm auch vom Staat teilweise subventioniert und für gut geheissen...

Und das in einem Land, das gemessen am BIP nur 2 Plätze hinter Deutschland liegt...

Dienstag, 5. Mai 2009

Welcome...

... ist hier jeder. Insbesondere wenn man jemanden etwas erklärt hat und sich dieser bedankt, die Tür aufgehalten hat und man sich dafür bedankt - nahezu auf jedes "Danke schön" folgt ein "Welcome" - meist meinen es die Asiaten auch wirklich ehrlich, denn unfreundlich wird man hier erst zu einen sehr späten Zeitpunkt. Ich habe es bisher noch nicht erlebt, weder am eigenen Leib erfahren, noch sonst wo gesehen - nicht einmal im Straßenverkehr, wo ich mir schon oft gedacht habe: Der kommt mit jetzt gerade recht! - also auch eine Form von "Welcome"... ;-)
"Welcome" ist man eigentlich nur nicht da, wo es sich unsereins erwartet, nämlich bei der Begrüßung. Hier heisst es meist lapidar: Hello / Hi / Nice to see you (again) und so weiter - aber nur ganz selten "Welcome" - liegt aber auch vielleicht daran, dass das Wort sonst überstrapaziert werden würde...
Gar nicht willkommen war uns aber von Sonntag auf Montag unsere Glocke - nicht die von Schiller, denn die hätte geschwiegen - sondern unsere Türklingel. Diese wollte gar nicht schweigen und so brachten wir eine äusserst schlaflose Nacht hinter uns. Eigentlich dachten wir, da wir das Problem schon zu Beginn einmal in wesentlich schwächerer Form hatten, dass es nun behoben sei und nicht mehr auftritt. Weit gefehlt - diese Nacht war eine der schlimmsten und zeigte gestern den ganzen Tag über auch Wirkung in Form von extremer Müdigkeit. Von gestern auf heute war dann wenigstens Ruhe und wir hoffen, dass diese nun auch vorherrschend bleibt, da wir uns sonst zu unseren Guards begeben müssen, die einerseits im Besitze von Werkzeug sind und andererseits uns angeboten haben Meldung an das Management zu machen, dass dieser Missstand behoben wird (nebenbei haben wir dann noch erfahren, dass unsere Anlage nicht nur Videoüberwacht ist, sondern auch noch jede Wohnung eine Alarmanlage besitzt... - dreifach hält schließlich besser...). Somit waren über diese Information sehr erfreut und die Guards uns sehr "willkommen" - schließlich sind sie eigentlich Guards und nicht Hausmeister... Aber wie gesagt: Freundlichkeit wird hier eben etwas größer geschrieben als anderswo... (bei uns würde man wahrscheinlich mit einem: Was geht mich das an? abgespeist werden).

Montag, 4. Mai 2009

Nachtrag...

OK - ich muss gestern korrigieren: Ich habe doch noch was gemacht., besser gesagt: Machen lassen. Es war mein erstes Mal... Nicht was ihr jetzt vielleicht denkt. Ich war beim Friseur. Nach kurzer Terminvereinbarung und rund zwanzig Minuten warten, war es so weit. Die kurze Erklärung, dass "Mann" kurz tragen will war kein Problem. Danach ging es los und es wurde geschnippelt wie noch nie zuvor (zumindest bei mir...). Rasierapparat und Schere umrundeten mehrfach das Haupt und immer mehr der mitgebrachten Haare wurden zum Bleiben überredet. Die Umrundungen wurden von Mal zu Mal präziser und am Schluss war glaub ich kein Haar mehr an irgendeiner Stelle des Kopfes unmotiviert hervorstehend. So war der Friseursalon nach weiteren zwanzig Minuten um helle Haare in Mitten einer Vielzahl asiatischer, dunkler Haare bereichert und ich um meine wärmende Mähne erleichtert - ich denke im Endeffekt waren wir beide zufieden... :-) . Das ganze zum Sensationspreis von sage und schreibe 12 S$. Wenn ich nach Salzburg zurückkehre werde ich mit meinem Friseur Verhandlungen führen müssen... das Preisniveau muss gesenkt werden... ;-)

Zu meinen Fotos auch noch ein kleiner Nachtrag:

So dicht am Äquator zu fotografieren ist teilweise gar nicht einfach. Kommt man aus der Wohnung, der MRT, dem Bus, dem Taxi oder der Shopping-Mall - Schnappschüsse sind ein Ding der Unmöglichkeit. Warum? Das Objektiv läuft binnen Sekunden an und benötigt dann rund 15 Minuten bis es sich wieder beruhigt hat. Zu groß sind die Temperaturunterschiede zwischen "drinnen" und "draussen".
Ein anderes Problem stellt die Sonne selber dar. Wenn sie scheint, scheint sie ja mehr oder minder am kürzest möglichen Weg. Und sie scheint somit auch am hellsten... deswegen ist auch der weiße Tiger im Zoo etwas strahlender ausgefallen als er eigentlich ist... Eventuell kann man mit Polarisationsfilter umgehen - aber im Besitze solcher bin ich nicht...
Und ein drittes und letztes Problem: Einige Nachtaufnahmen sind ja auch schon dabei. Die haben den Nachteil, dass sie länger belichtet werden wollen - doch das benötigt auch eine ruhige Hand... und bei der längsten Belichtungsdauer (8 Sekunden) wird es schwierig die Kamera solange still zu halten - insbesondere wenn sich die Dinge dann bewegen, wie zum Beispiel der Flyer... (der Flyer war aber nur mit maximal 2,5 Sekunden - wen es interessiert: EXIF-Daten sind glaube ich eh immer dabei...) Somit sind leider die Nachtaufnahmen nicht besonders scharf, man möge es mir nachsehen, aber mein Stativ steht zu hause...

Sonntag, 3. Mai 2009

Nichtstun...

... war das was ich heute gemacht habe (Ok - ein bisschen was fürs Buch gemacht habe ich schon...). Somit gibt es von meiner Seite eigentlich nichts neues zu berichten. Möchte euch aber einen vielleicht ganz interessanten Artikel empfehlen (der eine oder andere wird es kennen), der auch ein bisschen verdeutlicht wie es wo anders (gar nicht weit von hier) zugeht...

Heise-Artikel

Aber vielleicht wollt ihr ja was sagen... :-)

Shopping...

Gestern war nichts aufregendes los... Das Wetter versprach nicht schön zu bleiben - hielt dann aber "leider" sein Versprechen doch nicht; aufjedenfall wurden aber aufgrund der düsteren Aussichten die geplanten Aktivitäten hintangestellt und vertagt. Somit blieb Zeit zu relaxen und die Seele ein bisschen baumeln zu lassen - klarerweise am Pool, da das Wetter ja doch nicht schlecht wurde... Gegen Abend machten wir uns dann aber doch noch auf nach VivoCity um hart verdientes Geld gegen Bekleidung zu tauschen (klarerweise fröhnten wir im Anschluss heimischer Küche :-) ).
Bemerkenswert ist hier beim Shoppen, dass es sowohl keinen Winter- sowie Sommerschlussverkauf gibt - wie auch - ich bin mir nicht einmal sicher ob die Leute hier in der Lage sind Herbst und Frühling zu buchstabieren, geschweigen denn die Bedeutung des Wortes Winter auch nur im geringsten erahnen können... (ich muss glaub ich einmal einen Einheimischen fragen, was er zum Thema "Winterreifenpflicht" sagt... ;-) ). Da es also weder Winter- noch Sommerschlussverkauf gibt, muss man klarerweise die Umsätze anders ankurbeln: "Midseasonsale" ist das Schlagwort. Da gibt es zwar dann nicht bis zu 50% Nachlass, aber 20% können es schon mal sein, was ja wiederum auch nicht zu verachten ist.
Somit ist mein Kleiderschrank wieder ein bisschen besser gefüllt und ich kann auch mal wieder in andere Sachen schlüpfen...
Wobei ich dann aber auch erstmalig einen Shop betreten habe, bei dem ich nicht weiß wie oft es diese weltweit gibt und wo sich die anderen verbergen: Einen National Geographic Shop.
Betritt man diesen taucht man in eine andere Welt ab. In eine Welt voller Mystik und vieler Geheimnisse. Zu kaufen gibt es dort neben Bekleidung für junge Abenteurer, bestehend aus dem allseits bekannten Kaki-Look Hemden und Hosen, Bergschuhe (ist in Singapur wie gesagt ein etwas ungewohnter Anblick: schließlich ist hier die höchste Erhebung 165 Meter - also von Berg keine Spur) über Relikte aus der Zeit der Industrialisierung. Richtig gelesen - hier kann man einfache Werkbänke aus Stahl aus dem 19. Jahrhundert, schwedische Möbel, Bilder (ich drucke meine Bilder, die ihr hier kostenlos zu sehen bekommt, in Zukunft auch aus und schreibe "Last Edition" drunter und verkaufe sie dann für 800 S$ ;-) ) bis hin zu anderem Handicraft (hierbei handelt es sich nicht um Gegenstände, welche unter Zuhilfenahme eines Handys entstanden sind, sondern um landläufig ausgedrückt "Kitsch und Krempel" - meist hergestellt in einem Billiglohnland. Sollte ich es vielleicht politisch korrekter in einem "Land mit Entwicklungspotential" nennen? ;-) ). Aufjedenfall könnten hier Expats und andere Reiche, welche schon zu lange hier leben und eigentlich nicht mehr wissen wohin mit dem Geld, dieses hier ganz leicht loswerden... Einzelne Sedillien und Fundstücke können da schon die Summen von bis zu 50.000 S$ verschlingen - auch wenn man den Preis oftmals nicht erklären kann. Bei so manchen Exponat hat man eher das Gefühl, dass sich der Preis einfach durch den extrem hohen Aufwand für den Transport errechnet hat, da Schränke aus ca. 5mm dicken Stahl mit einer Länge von 3m sicher nicht einfach zu transportieren sind...
Doch nicht nur extrem teure Utensilien sind hier zu finden, sondern auch sinnvollere Sachen, wie zum Beispiel normale Hemden und Hosen und Sporttaschen. Was mich dabei etwas verwunderte war der dann doch ganz normale Preis (eigentlich sogar günstige Preis). Um aber den Einheimischen die Wirkungsweise und Funktionalität einer Fleece-jacke zu erklären bedarf es aber nicht nur eines geschickten Verkäufers, sondern ein bisschen mehr an Überzeugung. Und was macht man in einem Land in dem die Energie eigentlich sowieso beim Fenster rausfließt? Richtig - man stellt mitten in den Laden eine Klimakammer und ermöglicht dem Käufer die Kleidung bei 0 °C einfach einmal auszuprobieren. Wobei aber dabei auch noch festgehalten werden muss, dass der "ärmste" Käufer natürlich die Ergebnisse selbst mit einer fix installierten Wärmebildkamera sofort überprüfen kann und den Test meist nicht länger als 30 Sekunden durchsteht und die Kammer mit erfrierungsartigen Erscheinungen verlässt, während sich rundherum eine staunende Menge versammelt hat und den Tester beim Verlassen der Kammer wie einen Nationalhelden begeistert ansieht... ;-)
Sonst aber kann ich jedem den Besuch eines solchen "National Geographic Shops" nur ans Herz legen, denn man findet neben allerlei Kuriosem (ein Pferd in voller Lebensgröße, gebaut aus Treibholz in Anlehnung an irgendwelche Pferdestatuen, welche sich in Venedig am Markusplatz befinden = 9.000 S$) auch vieles Inspirierendes...

Freitag, 1. Mai 2009

Schon wieder...

So - da ja heute frei ist, konnten wir gestern zeitlich etwas großzügiger planen und ein bisschen mehr erleben, als es der normle Wochenabend zulässt. Vorausgegangen waren diesem umfangreiche Recherchen im Internet um binnen kürzester Zeit ein Maximum an neuen Eindrücken zu gewinnen und dies klarerweise auch in kürzestmöglicher Zeit. Somit übernahm ich kurzerhand die Programmgestaltung und nach einigem gutem Zureden waren alle dabei. Schließlich durfte man bei der nachfolgenden Unternehmung keine Angst aufweisen, denn ich wollte hoch hinaus - ganz hoch. Nach anfänglichen Organisationsproblemen in puncto Transportmittel zur gewünschten Location - es war ja schließlich sowas wie ein Freitagabend - ging es dann zufälligerweise ganz nobel in einem Tiefkühl-Mercedes in Richtung Suntec City (Kälterekord in Bezug auf Taxis hatten wir am Mittwoch: Der Taxifahrer trug Haube...).

Und als bald war es wieder da. Das Wort, besser gesagt die Wörter: The world highest.... Bezogen natürlich nicht auf die Seehöhe - denn da ist es wahrscheinlich das tiefstgelegene. Die Worte aber vernahm man ja bereits öfter: the highest, the largest usw... Doch in diesem Falle stimmt es wirklich - auch durch wikipedia belegt ;-). Der Singapore Flyer ist das größte Riesenrad der Welt - 165 Meter Höhe. Gelegen an der Marina Bay - gegenüber von den Marinabaysands - der etwas zu groß geratenen Baustelle...

Nachdem die Reiseleitung gut recherchierte, wusste man natürlich auch genaustens Bescheid über das gewünschte Programm: Man nimmt einen Beer Flyer und dreht anstelle einer Runde gleich zwei Runden - mit im Programm ein Bier (also wirklich nur eines) und Nüsse á la Hangar 7 - alle drei Dinge zum Preis von einem normalen Ticket (29,50 S$). Für weitere 11 S$ gab es dann auch noch die Eintrittskarte zum Asia Beerfest 2009 - einem Bierzelt mit 100 verschiedenen Biersorten direkt neben dem Singapore Flyer gelegen und einem weiteren Freibier - wobei man sich unter Freibier hier nicht eine gepflegte Halbe vorstellen darf, sondern ein Weißbier (0,33), welches meist aus der Flasche getrunken wird...

Pünklichst durch rush hour und traffic jam erreichten wir gegen halb acht das Abfluggebäude des Singapor Flyer - der erste Beer Flyer war für acht Uhr angesetzt. Nach dem Ticketkauf ging es dann gemächlich zum "Boarding" - nach einem Sicherheitscheck wie auf einem Flughafen (inkl. Röntgenstrasse für das "Handgepäck") gelangte man in den Einstiegsbereich. Etwas irritierend war dabei die Kante ohne Geländer, dafür aber mit Sicherheitsnetz - aber klarerweise mussten die Gondeln irgendwo durch... Begrüsst wird man derzeit in Singapur an Touristenattraktionen mit Einweghandschuhen und Desinfektionsspray - auch hier ist sie angekommen: Die Angst vor "Swine Flu".
Und dann war es so weit - wir bestiegen die Gondel und die Fahrt begann (falls es wen interessiert: Zum Ein- und Aussteigen stoppt die Gondel - eigentlich der ganze Flyer - kurz...)

Zwei Runden a 40 Minuten vergehen allerdings wie im Flug, wenn man sich mit den meisten Hochhäusern auf einer Höhe befindet und auch sonst noch nicht viel von Singapur von oben gesehen hat... Sei es ein Golfplatz der zur Gänze beleuchtet ist. Ein Stau am Meer bestehend aus Tankern und Containerschiffen. Indonesien. Die Baustelle der Marinabaysands. Die Formel 1 Strecke (der Flyer befindet sich direkt neben der Boxengasse und Start-Ziel-Geraden), welche zu 80% vom Flyer aus eingesehen werden kann. Den Finanzdistrikt - mit dem ist man allerdings nur auf gleicher Höhe. Den Singapore River. Und eine weitere Unzahl an Hochhäusern, Strassen, normalen Stau und so weiter... (Bilder folgen unten...)

Im Anschluss ging es dann zum "Bierzelt". Ein Bierzelt ist in Asien der Ausdruck für "Gemütlichkeit". Leider verstehen die Asiaten unter Gemütlichkeit etwas anderes als der Bayer unter "g'miadlich". Ich nehme an, dass es sich um den bisher lautstärksten Besuch eines Bierzelts meinerseits bisher gehandelt hat. Sei es zuerst durch die Live-Band oder dann durch den DJ, welcher das Bierzelt eher in eine Disco verwandelte als in einen Ort des gemütlichen Beisammenseins. Aufjedenfall waren wir für europäische Verhältnisse aufgrund genannter Umstände nur eher kurz dort und suchten das Howl at the moon auf, welches mit "The Jackzon Twinz and The Way Kool Band" musikalisch wieder einmal ein absolutes Highlight darstellte (sollte sich jemanden einmal irgendwo die Möglichkeit bieten diesen zuzuhören: Chance unbedingt wahrnehmen!!!).


































Flyer von "unten"













Links der Golfplatz, Mitte Hintergrund: Indonesien (Lichterkette), Rechts: Landgewinnung, restliche Lichter: Stau (Tanker und Containerschiffe)













Suntec City (zwischen den Türmen ist der "Fountain of Wealth", das ganz hohe Gebäude links im Hintergrund ist das Swissôtel, bei den kleinen Zacken im Vordergrund Mitte befindet sich das Paulaner












Marinabaysands

















"Flying Dog"












Bierzelt + Einfahrt in die Boxengasse












Blick auf das "Abfluggebäude"
























Marinabaysands, Finanzdistrikt, ein schwimmender Fussballplatz und darüber das "Fullerton Hotel" - Singapurs ältestes Hotel.












Angst?

















Modell der Marinabaysands












"Abflugbereich"












"Mond im Getriebe"













Für 318 S$ je Stunde zu haben (inkl. Fahrer; der Kollege ist nicht inklusive...)








Überblick über alles nochmal - rechts die Tribüne ist für die Formel 1 (direkt davor ist die Strecke, welche im unteren Bildteil unter der Tribüne hindurchführt) - darüber die "Esplanade" (Opernhaus/Theater/Veranstaltungshalle)