Donnerstag, 18. Juni 2009

Abschied



Es ist an der Zeit sich von Singapur zu verabschieden und dieses Kapitel zu schließen (nicht aber den Blog, der bleibt bestehen und wird zu einem späteren Zeitpunkt um ein Word/PDF-File mit dem Inhalt des Blogs ergänzt).

Nach rund 3 Monaten und vielen neuen Eindrücken ist nun der Tag der Heimreise gekommen. Neben einigen alten Bekannten die man hier wiedertraf, kamen auch viele neue Gesichter hinzu. Zum Teil europäisch - zum Teil asiatisch.
Was neben Telefonnummern und E-Mailadressen aufjedenfall bleibt, sind die vielen schönen Stunden und Dinge die man erleben durfte. Und den hier kennengelernten Personen möchte ich auch danken - denn diese haben mir das Singapur abseits des Reiseführers gezeigt; Impressionen die ich noch weniger missen möchte, Einblicke in eine, für den Europäer, vollkommen andere Kultur und anfangs vielleicht auch ein bisschen unbegreiflich - später dann aber schon gerade zu vertraut und liebgewonnen.
Bedanken möchte ich mich natürlich auch bei euch - den Lesern - denn auch ihr ward für mich ein wichtiger Begleiter, wenn auch nur virtuell, aber der weiterlaufende Counter war für mich ein Zeichen, dass es noch woanders jemanden gibt, der sich für mich interessiert und man somit doch nicht alleine ist, auch wenn man alles hinter sich gelassen hat: Familie, Freundin und Freunde. Umso größer ist nun aber auch die Freude all dies in wenigen Stunden wieder zuhaben.
Und ich hoffe es hat euch dieser Ausflug der anderen Art auch gefallen und ich konnte so ein bisschen Tropen-Flair zu euch bringen.

PS: Wenn ich wieder länger wohin fahre, dann schreibe ich nebenbei kein Buch mehr - das ist nur hinderlich bei Ausflügen und belastet sonst auch ungemein, wenn man merkt man kommt aufgrund eingeschränkter Arbeitsmöglichkeiten (zeitlich und ausstattungstechnisch) nicht richtig weiter.

PPS: Und für diejenigen die den Blog "lieb gewonnen" haben lasse ich mir was einfallen - das kann dann aber frühestens nach dem AutoCAD-Buch passieren und nicht eher... ;-)

Sentosa

Sentosa war dann sozusagen der letzte Programmpunkt in Sachen Sightseeing - am Montag war nur der Besuch eines Hakwer-Centers angesagt.
Die Anreise erfolgte von "Mount Faber" aus mittels Gondel über ein Kreuzfahrtschiff hinweg.













Die Gondelbahn von Mount Faber weg, Harbour-Front (Zwischenstopp), das Kreuzfahrtschiff, und im Hintergrund Sentosa.













Vivo-City mit Keppel-Hafen

























Sentosa, der Turm ist der Tiger-Tower - im Hintergrund die Anfänge der Strasse von Malakka.

Auf Sentosa selbst erfolgte der Besuch der Underwater-World mit seinen zahlreichen Bewohnern, eine Besichtigung des "Fort Siloso", ein Film im 4D-Kino sowie am Abend die Vorführung der Delphin-Show (inkl. Delphinstreicheln...). Die Rückreise erfolgte im Anschluß daran mit dem Sentosa-Express (Monorail).

















































Siloso-Beach













Fort Siloso













Kein Hai - vielmehr Gelbflossen-Thunfisch Beifang... ;-)

















































Im Hintergrund ist ein Doppelmayr-Sessellift, der für eine "Sommerrodelbahn" verwendet wird (hier ist es aber eigentlich eher eine Mischung aus Sommerrodelbahn und Kart).













Balance-Akt

























Beim Basketball spielen... (so sagen halt die Delphin-Trainer dazu...)













Anstoss zum Fussballspiel













Klarerweise muss der verschossene Ball auch wieder zurückgebracht werden.






































Ein letzter Sonnenuntergang von Sentosa aus.

PS: Ein Beitrag kommt noch - der geht aber erst online, wenn ich schon am Flughafen bin (16:00 Uhr MESZ).

Mittwoch, 17. Juni 2009

"Hafen"-Rundfahrt













Unser Ausflugsschiff













Skyline

























Im Hintergrund Teile des Keppel-Hafens













Das Meer - und ein Meer von Schiffen













Singapore-Flyer und Marinabaysands













Schrein auf Kusu-Island













Strand auf Kusu-Island













Ich auf Kusu-Island - Hintergrund ist eh klar...













Blick zurück...


















Was das werden soll ist mir unklar - man beachte das Ponton in der Mitte (bei der Abfahrt)












und bei der Ankunft - U-Boote schauen doch normal anders aus... ;-)













Brücke über den Singapore River / Alexandra Canal am Abend nach koreanischen Essen im Robertson Quay-Viertel

Montag, 15. Juni 2009

Update

So - nun wurde noch ein Teil der Liste abgearbeitet. Soll bedeuten: Sentosa wurde unter die Lupe genommen, eine "Hafenrundfahrt" und desweiteren wurden die Karten geschrieben - ich weiß, etwas spät. Aber theoretisch sollten die Karten noch vor mir zu hause ankommen... - hoffe ich halt.

Bilder und ein paar ausführende Worte zu den beiden Ausflügen kommen noch - zu den Karten sag ich nicht viel, ausser dass überall so ziemlich der gleiche Text steht... - aber irgendwie wird zum Ende hin immer die Zeit knapp...

Samstag, 6. Juni 2009

Enjoy myself

Nachdem gestern von unwiderstehlicher Seite das Angebot an mich herangtragen wurde, dass mir ein Einblick in die "Clubbing-Szene" gewährt wird - im Gegensatz zum gewöhnlichen Fortgehen, welches hier in die Kategorie der "Pubbing-Szene" fällt - konnte ich dieses Angebot nicht Ausschlagen und erlebte somit - erstmalig nach über zwei Monaten in Singapur - die andere Seite des Fortgehens. Soll bedeuten: Gemütlich beginnen (Pub: Durty Nelly - schreibt man wirklich so; ist kein Schreibfehler - gegenüber des Balaclava bei der Suntec-City) und dann richtig Gas geben, allerdings nicht alkoholtechnischer Natur, sondern bei den Beats. Somit wanderten wir im Anschluss ans Durty Nelly weiter zum bereits einmal angekündigten Swissotel. Soll heissen in einen etwas "abgehobenen" Club. Dazu besteigt man nach dem Betreten des Hotels einen Lift, der binnen 30 Sekunden nach oben rauscht und erst in der Etage 64 am Display die Stockwerke wieder anzeigt - dazwischen steht am Display ein einfaches freundliches "EZ" für "easy". Selbst bei 64 sieht man aber nur die Zahlen purzeln und erst ab 68 wird es dann etwas langsamer. Garantiert sind bei diesem rasantem Aufstieg klarerweise auch die verschlagenen Ohren. Auf Level 71 angekommen hat man die Wahl ob man einen Stock tiefer geht in eine Jazz-Bar oder einen höher in eine Dance/Techno-Bar. Auf Level 71 selber befindet sich ein "gehobenes" Restaurant für die etwas Betuchteren (Speisen kosten so um die 120 S$). Die "New Asia Bar" selbst bietet - neben dem Gratis-Drink, den man mit der Eintrittsgebühr erhält - einen sagenhaften Ausblick über Singapur. Da die Wetterverhältnisse gut waren, war auch die Fernsicht nahezu uneingeschränkt. Nachdem die Bar selber aber bereits um 3.00am schließt zogen wir weiter in die Clubs gelegen am Clarke Quay, welche interessanterweise neben einer reichhaltigen Dancefloor-Auswahl (Musikauswahl), auch ein überraschend gutes Preis/Leistungsverhältnis aufweisen. Mädels zahlen 20S$ Eintritt, Herren 25S$ - allerdings sind in diesem Preis zwei Getränke inkludiert. Egal was. Nicht ganz, Getränke wie Bier die dann einmal aus sind bekommt man klarerweise nicht mehr... ;-).
So beschloß ich den Abend mit den Worten eines Briten: "I enjoyed myself" - soll aber nicht heissen, dass ich mir an dem Abend besonders gut gefallen habe oder zum Alleinunterhalter wurde, sondern lediglich, dass dieser Abend besonders nett und unterhaltsam war. So gilt mein Dank in diesem Falle meiner Begleitung, welche mir diesen netten Abend bescherte. Und jetzt mach ich mich dann langsam auf den Weg zum Flughafen, da der Flieger eine halbe Stunde früher landet...

Montag, 1. Juni 2009

Das Design der MRT

Vieles wird ja heutzutage zu Tode designed und unterliegt allerlei Vorschriften, nach deren Anwendung die Sinnhaftigkeit des Bauwerks zur Gänze in Frage gestellt werden darf. So wie bei uns rein technische und wirtschaftliche Überlegungen den Bau eines Nahverkehrssystem bestimmen ist dies hier ein eher nebensächlicher Faktor. Hier wird das Aussehen der Strecke und das Stationslayout, in Hinblick auf deren Anordnung, einzig und alleine durch einen bereits älteren Masterplan vorgegeben. Dieser Masterplan wurde aber nicht von einem Städteplaner oder gar einem Stararchitekten zur Welt gebracht, sondern von einem Feng Shui-Meister.

Warum? Weil man hier an Feng Shui glaubt und dies nicht nur bei der MRT tut, sondern auch noch an anderen Orten. Und zwar an wesentlich mehr Orten als man denkt...

So war dies wie gesagt auch bei der MRT, der die Stadt durchquerenden Hoch/U-Bahn, der Fall und musste penibelst von allen verantwortlichen Planern eingehalten werden, da durch eine Falschausrichtung die Geschicke der Stadt negativ beeinflusst werden könnten und dies unter allen Umständen vermieden werden hat müssen. Bei den Abschnitten, welche als Hochbahn geführt werden, war dies noch leichter möglich - Abschnitte die unterirdisch geführt werden waren da schon wesentlich problematischer, da hier noch ein zweites Problem dazu kam: Der Untergrund. Im Feng Shui bedeutet der Untergrund "Tod" und wer möchte bitte schon freiwillig mit "Tod" konfrontiert werden und das dann auch noch täglich am Weg zur Arbeit, in die Schule oder eben nur zum Vergnügen? Eigentlich niemand. Somit stand man beim Bau der ersten unterirdischen Abschnitte vor dem großen Problem, dass alle Singapurer von nun an einen Talisman benötigten und man diesen aber auch schlecht bei den Einstiegsstellen der MRT verteilen konnte und danach wieder einsammelte. Jedem einen von vornherein zu geben war auch nicht möglich, da ja auch die Touristen irgendwie geschützt werden mussten. Also ein großes Problem mit einer anscheinend nahezu unlösbaren Aufgabe... Aber nur nahezu. Denn was trägt jeder bei sich? Ganz einfach: Geld. Und wenn jemand nicht mit Reichtum gesegnet ist, so besitzt er doch zumindest einen Singapur-Dollar. Und mit diesem hält man die Lösung des Problems auch schon in Händen. Der Singapur-Dollar bekam auf der Vorder- und Rückseite ein Achteck eingeprägt und da in chinesischen Kreisen die Zahlen auch eine große Bedeutung spielen und die "8" für Glück und Reichtum stehen war somit jeder Singapurer absofort doppelt glücklich - denn nun hieß es wer einen Dollar in Händen hält ist "gesegnet".
Somit ist es heutzutage jedem Singapurer möglich mit der MRT zu fahren ohne dabei Angst haben zu müssen, dass ihn seine Regierung lieber unter der Erde sehen würde. Auch wenn man dabei manchmal durch Stationen durchfährt, da diese eben Feng Shui gemäß errichtet werden haben müssen - auch wenn oberirdisch kein Einzugsgebiet ist.

Doch wenn ihr denkt, dass ist schon alles an Feng Shui im öffentlichen Raum, dann liegt ihr falsch. Denn auch der Singapore Flyer ist von Feng Shui "betroffen". Er ist zwar richtigerweise nicht ganz rund, aber von achteckig zum Glück auch weit entfernt. Hier spielte Feng Shui eine andere Bedeutung: So wie sich der Singapore Flyer heute dreht, hätte er sich ursprünglich gar nicht drehen sollen. Eigentlich war er von den "blöden Technikern" derart konzipiert gewesen, dass er sich genau anders herum drehen sollte. Ging aber nicht. Denn auf der anderen Seite des Singapore Rivers befindet sich das Finanzzentrum und mit der vorher geplanten Drehrichtung hätte der Flyer gemäß Feng Shui das ganze Geld abgezogen. So aber schaufelt er nun das Geld in das Finanzzentrum hinein...

Feng Shui turns this wheel (of fortune?)

Und von den ganzen Feng Shui Geschichten, bei den Gebäuden der Finanzwelt möchte ich gar nicht erst anfangen...

Aber nicht, dass jetzt irgendwer glaubt, ich mach mich über Feng Shui lustig - das ist ganz sicher nicht der Fall.