Mittwoch, 21. Oktober 2009

94

Zuerst einmal: Keine Sorge, mich gibts noch und mir gehts gut :-) .

94 ist meine Entschuldigung dafür, dass es nach diesem Wochenende keine sensationellen Bilder gibt.

Denn 94 ist die Anzahl der Stunden die ich letzte Woche von Montag bis Sonntag gearbeitet habe. War etwas viel, dafür ist das Schlimmste nun vorbei und es stehen nur noch zwei kleine "Gusto"-Stückerl am Programm. Das eine davon sollte irgendwie morgen fertig werden und das andere dann am Freitag. Danach beginnt dann die Zeit der Einarbeitungen der Kommentare der Baufirma bzw. die Erstellung der Präsentation(en). Was dann hoffentlich lustiger und angenehmer wird.

Wobei man aber sagen muss: Heute gab es dann doch noch eine Besonderheit - heute war der erste Tag seit dem ich in Sydney bin, an welchem ich um 6.00pm zum Arbeiten aufgehört habe. Und seit heute wird es hier auch wirklich schöner - die Zeit der kalten Tage ist vorbei (heute hatten wir bereits 31 Grad - Mittagessen im Freien, wie sonst auch, aber heute ohne dabei zu frieren...).

Ein paar Bilder hab ich dann trotzdem für euch: Ausblick aus dem Büro - zu verschiedenen Tageszeiten und in verschiedene Richtungen... :-)







Ich weiß - der Kran ist nicht der schönste Anblick, aber er wollte einfach nicht aus dem Bild verschwinden. Von den Antennen gibt es in der näheren Umgebung drei und die sind fürs Fernsehen...





































Sonnenuntergänge können auch aus dem Büro heraus schön sein... :-)

PS: Wenn man hier unten "lebt", denkt man bei Kommentaren in denen das Wort "Schätzing" vorkommt an ein "eingeenglischtes" Wort (ähnlich dem "Abseiling") - bis ich drauf gekommen bin, dass dies ein Familienname sein kann ist einiges an Zeit vergangen... :-) (man bedenke: auch "frank" ist ein englisches Wort... ;-) )

Montag, 12. Oktober 2009

Morde (Nachtrag zum Sonntag)

Gemordet wird in Sydney auch. So auch heute. Nicht nur, dass dem Opfer keiner zu Hilfe kommt, obwohl viele rundum stehen - so wird den Tätern bei ihrem Treiben auch noch zugesehen. Desweiteren wird der Mord oftmals nicht nur von einem Tärer begangen, sondern sondern so wie in diesem Fall waren es gleich drei Täter.

Zu meiner Schande muss ich eingestehen, dass auch ich nicht eingegriffen habe, denn die Täter waren einfach grausam in ihrem Vorgehen und führten die Tat zudem gezielt und bewusst aus. Zuletzt war es schliesslich auch so, dass den Tätern die Freiheit gegönnt wurde und sie sich unbehelligt aus dem Staub machen konnten. Und so werden sie auch weiterhin ihr Unwesen auf den Weltmeeren als Killer treiben. Als Killerwale (das Opfer war ein Buckelwal und wurde von den drei Killerwalen vor unseren Augen ertränkt).

So spielt sie aber - die Natur, und besser die Wale sterben durch Delphine (Killerwale, oder auch Orcas genannt, gehören ja zur Familie der Delphine) als durch Menschenhand. Und nun wisst ihr auch schon, was das Sonntagsprogramm war: Whale Watching.

Glücklicherweise muss ich sagen haben wir uns für die Fahrt mit dem 30m langen brandneuen Katamaran entschieden (A$ 85 - Kaffee, Tee, Wasser, Obst und Kekse inklusive - nicht inklusive: Medikamente gegen Seekrankheit, dafür aber wieder im Preis inkludiert: Kotztüten - pro Person nicht limitiert auf eine). Warum? Seegang bis zu 2m hohe Wellen (angeblich - ich glaub sie waren ein bisschen höher, denn so niedrig war der Katamaran auch nicht und wir sind ordentlich rauf und runter geschaukelt...).

Wären wir mit etwas kleinerem gefahren hätten wir die 4-stündige Fahrt wahrscheinlich icht überstanden... Wobei es uns glücklicherweise nicht so erging, wie rund 1/3 der anderen Gäste, welche von den Walen nicht viel sahen... Dafür begegnete ihnen ihr Mittagessen nocheinmal und sie wissen nun auch wie eine (oder auch mehrere) Papiertüte von innen aussieht...

Aber auch wenn das Ganze ein bisschen brutal klingt und auch etwas grausam - das ist die Natur. Und schließlich durften wir etwas miterleben, was so in der Natur fast nicht mehr vorkommt und sogar in Sydney in den Abendnachrichten gebracht wurde und extra ein Nachrichtenhubschrauber auf hohe See geschickt wurde, um diese Bilder einzufangen.

Achja - im Umkreis von 100 Metern um die Wale herum darf das Boot nicht manövriert werden, somit waren wir dann zum Teil nur 5 Meter von den Killerwalen entfernt, da wir nur driften durften und diese unter unserem Boot durchtauchten...














Auf das so manche Politiker im Augenblick empfindlich reagieren: Wa(h)le(n) - und wie gesagt: Einer von ihnen musste heute auch in die Urne... :-(

















































im Hintergrund: Der bekannte "Bondi"-Beach - und somit wisst ihr nun auch wie weit die Wale in Sydney von der Küste entfernt sind: Eigentlich gar nicht weit.





























































































































































Albatros mit Flosse





































Sydney von der Ferne - sehr zum Leidwesen unserer "Kotztüten"-Besitzer...


































































































Ein paar Mal "Ich"

























PS: Persönliche Erfolge des heutigen Tag:
  • Ich habe die Arbeit von Freitag fertig gemacht
  • Ich habe mein Notebook ins Firmennetzwerk (WLAN) gebracht
  • Ich habe meinen Firefox ins Firmennetzwerk (und somit Internet) gebracht
  • Ich komme nun mit Skype ins Firmennetzwerk
  • Ich komme nun vom Hotel aus ins Firmennetzwerk (WLAN) (ja - soweit von der Arbeit entfernt wohne ich... ;-) )

Sonntag, 4. Oktober 2009

Noch ein Wochenende...

... das ins Land zog und am Samstag mit den üblichen Tätigkeiten begangen wurde: Hausarbeiten und Lebensmitteleinkauf für die nachfolgenden Tage...

Freitagabend haben wir es uns aber natürlich nicht nehmen lassen, dass wir fortgegangen sind und da ja der mitteleuropäische Raum derzeit im Wies'n-Fieber ist dachten wir uns wir ahmen diesen nach und suchten somit das "Lowenbrau" (die Stricherl über o und a gibt es hier ja nicht...) in Sydney auf. Gesagt, getan.

Kurz nach betreten des Lokals war uns klar, dass nicht nur Asiaten das Oktoberfest lieben - in diesen "Hallen" (Hallen waren es eigentlich keine...) waren (einheimische) Asiaten, Einheimische und Touristen gleichermaßen vertreten. Besonders stolz ist man hier natürlich auch den aktuellen Weltrekordhalter im Maßkrug tragen: 20 Stück. Interessant für uns war festzustellen, dass das Oktoberfest hier nicht nur mit deutschen Bieren verbunden wird, sondern auch mit österreichischen Bier. Genauer gesagt mit Stiegl-Bier. So gibt es nun seit (zumindest Freitag) in vielen Pubs und Restaurants neben den heimischen Bieren auch Stiegl-Bier, sogar bei unserem Pub am Eck dem Chelsea. Interessant war auch der Umstand, dass die (Restaurant)Managerin des Lowenbrau sich natürlich um uns besonders bemühte und uns schnellstmöglichst einen Sitzplatz verschaffte, da wir ja natürlich ohne Reservierung erschienen waren. Blöder war dann nur, dass unsere Bedienung - selbst aus Deutschland - mit den Worten begrüßte, dass sie keine Gäste aus Deutschland bedienen wolle... Was ihr nicht bewusst war, nicht jeder der Deutsch spricht kommt auch aus Deutschland...

Jedenfalls war es für uns wiedereinmal eine Wohltat beim Essen sitzen bleiben zu können und sich das Essen bringen lassen - ebenso wie die Getränke. Denn normal ist das in Australien nicht der Fall (sprich man darf sich alles selber holen...).

Sonntag

An diesem trafen wir uns um 12:00 Uhr (also 12.00 pm) um gemeinsam in die Stadt zu fahren und uns das Marinemuseum im Darling Harbour anzusehen - bei einem Kollegen sorgte doch prompt die von gestern auf heute erfolgte Zeitumstellung für Verwirrung (wir sind jetzt 9 Stunden vor Europa). Bei der Hinfahrt brachte ich spontan den Vorschlag, dass wir ja eigentlich auch am "Wilsons Point" aussteigen könnten um dann zu Fuß die Harbour-Bridge zu überqueren. Beide Kollegen waren sofort dafür und so begann unser Ausflug mti einem netten Spaziergang über die Brücke. Wenn man drübergeht ist sie nocheinmal imposanter. Am Pyrmont-Ende gibt es dann auch noch im südlichen Pylon ein Museum, welches wir natürlich nicht auslassen konnten. 9,5 A$ beträgt der Eintritt und ich muss gestehen: Diese 9,5 A$ waren die bisher am besten investierten Eintritts-Dollar. Neben vielen interessanten Fakten über die Brücke erhält man auch noch auf der Spitze des Pylons (in 98 Metern Höhe über dem Meer) einen sensationellen Ausblick auf Sydney und die Oper.
Anschließend gingen wir zügigen Schritts Richtung Circular Quay um von dort mit einer Fähre nach Darling Harbour zu gelangen. Die Fähre wurde aufgrund des starken Regens vorgezogen - anderenfalls währen wir zu Fuß gegangen.

Im Marinemuseum angelangt erstanden wir eine Eintrittskarte, welche uns für den Eintritt auf die Replica der "Endeavour" ermöglichte sowie den Zerstörer "Vampire" und das U-Boot "Onslow".

Man muss sagen: In so einem alten Segelschiff waren die Platzverhältnisse mehr als beengt, ebeso wie auf heutigen U-Booten. Der Zerstörer bot mehr Platz, war jedoch auch nicht das gelbe vom Ei - meiner Meinung nach... U-Boot und Zerstörer sind aber beide gemeinsam vielleicht so sehenswert wie die Endeavour alleine. Auf dem U-Boot und der Endeavour wird man im übrigen von freiwilligen geführt, welche einem die wichtigsten Dinge erklären. Was ich wiederum sehr angenehm empfand, da man nicht Prospekt lesen und schauen zeitgleich muss.

Als Tagesabschluß gingen wir noch essen und genoßen ein paar Klänge des Fiesta-Festivals - 3 Tage lateinamerikanische Rhythmen und Beats unter freiem Himmel. Und ein recht schönes Feuerwerk...

Und eigentlich wäre es ein langes Wochenende - doch nicht für uns... :-(





































































Maschinenraum des U-Boots


















U-Boot "Onslow"




























































Panorama vom Pylon aus