Sonntag, 4. Oktober 2009

Noch ein Wochenende...

... das ins Land zog und am Samstag mit den üblichen Tätigkeiten begangen wurde: Hausarbeiten und Lebensmitteleinkauf für die nachfolgenden Tage...

Freitagabend haben wir es uns aber natürlich nicht nehmen lassen, dass wir fortgegangen sind und da ja der mitteleuropäische Raum derzeit im Wies'n-Fieber ist dachten wir uns wir ahmen diesen nach und suchten somit das "Lowenbrau" (die Stricherl über o und a gibt es hier ja nicht...) in Sydney auf. Gesagt, getan.

Kurz nach betreten des Lokals war uns klar, dass nicht nur Asiaten das Oktoberfest lieben - in diesen "Hallen" (Hallen waren es eigentlich keine...) waren (einheimische) Asiaten, Einheimische und Touristen gleichermaßen vertreten. Besonders stolz ist man hier natürlich auch den aktuellen Weltrekordhalter im Maßkrug tragen: 20 Stück. Interessant für uns war festzustellen, dass das Oktoberfest hier nicht nur mit deutschen Bieren verbunden wird, sondern auch mit österreichischen Bier. Genauer gesagt mit Stiegl-Bier. So gibt es nun seit (zumindest Freitag) in vielen Pubs und Restaurants neben den heimischen Bieren auch Stiegl-Bier, sogar bei unserem Pub am Eck dem Chelsea. Interessant war auch der Umstand, dass die (Restaurant)Managerin des Lowenbrau sich natürlich um uns besonders bemühte und uns schnellstmöglichst einen Sitzplatz verschaffte, da wir ja natürlich ohne Reservierung erschienen waren. Blöder war dann nur, dass unsere Bedienung - selbst aus Deutschland - mit den Worten begrüßte, dass sie keine Gäste aus Deutschland bedienen wolle... Was ihr nicht bewusst war, nicht jeder der Deutsch spricht kommt auch aus Deutschland...

Jedenfalls war es für uns wiedereinmal eine Wohltat beim Essen sitzen bleiben zu können und sich das Essen bringen lassen - ebenso wie die Getränke. Denn normal ist das in Australien nicht der Fall (sprich man darf sich alles selber holen...).

Sonntag

An diesem trafen wir uns um 12:00 Uhr (also 12.00 pm) um gemeinsam in die Stadt zu fahren und uns das Marinemuseum im Darling Harbour anzusehen - bei einem Kollegen sorgte doch prompt die von gestern auf heute erfolgte Zeitumstellung für Verwirrung (wir sind jetzt 9 Stunden vor Europa). Bei der Hinfahrt brachte ich spontan den Vorschlag, dass wir ja eigentlich auch am "Wilsons Point" aussteigen könnten um dann zu Fuß die Harbour-Bridge zu überqueren. Beide Kollegen waren sofort dafür und so begann unser Ausflug mti einem netten Spaziergang über die Brücke. Wenn man drübergeht ist sie nocheinmal imposanter. Am Pyrmont-Ende gibt es dann auch noch im südlichen Pylon ein Museum, welches wir natürlich nicht auslassen konnten. 9,5 A$ beträgt der Eintritt und ich muss gestehen: Diese 9,5 A$ waren die bisher am besten investierten Eintritts-Dollar. Neben vielen interessanten Fakten über die Brücke erhält man auch noch auf der Spitze des Pylons (in 98 Metern Höhe über dem Meer) einen sensationellen Ausblick auf Sydney und die Oper.
Anschließend gingen wir zügigen Schritts Richtung Circular Quay um von dort mit einer Fähre nach Darling Harbour zu gelangen. Die Fähre wurde aufgrund des starken Regens vorgezogen - anderenfalls währen wir zu Fuß gegangen.

Im Marinemuseum angelangt erstanden wir eine Eintrittskarte, welche uns für den Eintritt auf die Replica der "Endeavour" ermöglichte sowie den Zerstörer "Vampire" und das U-Boot "Onslow".

Man muss sagen: In so einem alten Segelschiff waren die Platzverhältnisse mehr als beengt, ebeso wie auf heutigen U-Booten. Der Zerstörer bot mehr Platz, war jedoch auch nicht das gelbe vom Ei - meiner Meinung nach... U-Boot und Zerstörer sind aber beide gemeinsam vielleicht so sehenswert wie die Endeavour alleine. Auf dem U-Boot und der Endeavour wird man im übrigen von freiwilligen geführt, welche einem die wichtigsten Dinge erklären. Was ich wiederum sehr angenehm empfand, da man nicht Prospekt lesen und schauen zeitgleich muss.

Als Tagesabschluß gingen wir noch essen und genoßen ein paar Klänge des Fiesta-Festivals - 3 Tage lateinamerikanische Rhythmen und Beats unter freiem Himmel. Und ein recht schönes Feuerwerk...

Und eigentlich wäre es ein langes Wochenende - doch nicht für uns... :-(





































































Maschinenraum des U-Boots


















U-Boot "Onslow"




























































Panorama vom Pylon aus