Mittwoch, 29. April 2009

Erstens...

...kommt es anders als man denkt - so auch heute geschehen. Eigentlich wollten wir ja heute wohin... dem war dann aber nicht so, da man ja schließlich zum Arbeiten hier ist und somit länger geblieben ist... Naja - kann ich leider nichts machen und muss die versprochenen Bilder schuldig bleiben... sorry. Dafür habe ich eine andere Nachricht: Ich verschone euch noch länger von meiner Anwesenheit: Mein Aufenthalt wurde mit heute bis Mitte Juni verlängert. Bin aber rechtzeitig zum Kurzurlaub zu hause - das kann ich jetzt aber schon versichern - glaube ich... (ist ja erst eine Woche drauf...).

Naja - aber dann verrate ich euch halt so, wo wir heute hin wollten, aber nicht waren: Eigentlich in die "Asia-Bar" im Swissôtel - situiert im 71. Stockwerk bietet sie eigentlich den perfekten Überblick über Singapur und das "Altstadtviertel", sowie über "Clarke Quay" und den Finanzdistrikt. Naja - war dann (heute) leider nix und wurde auf nächste Woche verschoben (morgen würde aufgrund des am Freitag stattfindenden "public holiday" keinen Sinn machen, da man keinen Platz bekommen würde...) - leider.

Naja - das war es dann auch schon für heute wieder. Hoffe ich kann demnächst wieder mehr und bilderreicher präsentieren!

Buch, das

Ja - das gibt es auch... und ich habe ja schon ein paar Mal geschrieben, dass ich daran geschrieben habe... Und dann kam die Frage: Warum verändert sich die Prozentanzeige nicht?

Ganz einfach: Weil ich derzeit Übersetzungen einfüge und dies bei Befehlen geschieht, welche schon als erledigt geführt werden. Und somit verändert sich die Anzeige nicht... Ausserdem ist es zeitlich sehr schwierig sich noch die eine oder andere Freistunde am Abend herauszuschinden, da alles zusammen doch immer viel Zeit in Anspruch nimmt und man des öfteren auch Schwierigkeiten hat sich des Nächtens noch vor den Computer zu setzen und noch einmal in den gleichen zu starren... (und natürlich auch zu tippen...). Und das andere Problem ist natürlich auch, dass derzeit große umfangreiche Befehle anstehen, welche nicht von heute auf morgen in ihrem vollen Umfang zu Papier gebracht werden können - schließlich stellt man(n) den Anspruch auf Vollständigkeit auch an sich...

Für heute abend ist aber wieder mal ein kleiner Ausflug geplant um euch mit neuen Fotos versorgen zu können... (mehr wird aber an dieser Stelle noch nicht verraten ;-) ).
Selbst habe ich mir vorgenommen euch noch zu präsentieren:

  • Singapore Flyer - hoffentlich mit tollen Fotos der Bayside (ist derzeit eine gigantische Baustelle für ein Casino, welches hier errichtet wird...) - eventuell auch der Wikipedia-Artikel als Linktipp dazu... man beachte die "Dachlandschaft"
  • Little India
  • und natürlich Sentosa
Und das was ich wahrscheinlich nicht schaffen werde, aber der absolute Hit wäre: Bei einer Party dabei sein, welche regelmäßig am Helipad des Swissôtels stattfindet... (wäre dann in rund 230 Metern Höhe... :-) ).

Apropos schreiben: Den Druckpunkt der Tastatur des Notebooks finde ich dämlich... (und manchmal gar nicht...)

Dienstag, 28. April 2009

Lokalkultur

Gestern Abend waren wir dann einmal in anderen Stadtteilen unterwegs, um nicht der Monotonie zu erliegen und da ich nach meiner Rückkehr den Rechner nicht mehr bemühen wollte, folgt der Bericht etwas "später"...
So ging es mehr oder minder direkt von der Arbeit Richtung Suntec-City (Fountain of Wealth - der Brunnen kann noch mehr - nicht nur wie von den Fotos bekannt einen Fächer sprühen - sondern auch von oben herab. Das sieht dann schon ein bisschen impossanter aus.

Bei der Suntec-City gibt es neben einer Menge an Restaurants unter anderem auch den Millenia-Walk, an welchem sich weitere Bars und Restaurants befinden - so auch das Paulaner. Nach kurzer Einkehr in selbigen, um sich für den Rest des Abends zu stärken (das wäre fast am schummrigen Licht gescheitert - desweiteren war für unsere Verhältnisse die Musik zu laut), machten wir uns auf die Suche nach dem eigentlichen Ziel des Abends. Das Balaclava. Am westlichsten Ausgang der Shopping Mall gelegen bietet es den gestressten Managern der über der Suntec-City befindlichen Büros, sowie den vom Shoppen gestressten Frauen - in dem Fall kein Klischee, aber in dem Abschnitt des Shopping Centers gehen die wenigen Geschäfte mit Bekleidung für Herren unter - eine willkommene Möglichkeit zu Entspannung. Klarerweise kommt hier die Musik auch nicht aus der Konserve, sondern Live von der Bühne. So genossen auch wir den Abend teils im Freien - teils im Inneren des Lokals (anfänglich war es uns definitv zu heiß um draussen zu sitzen) und entspannten uns bei sehr guter Livemusik - schließlich waren auch wir gestresst, da wir ja vom Paulaner erst mit Hilfe von Google, dem überall vorhandenen Gratis-WLAN sei Dank, den Weg zur richtigen Stätte finden mussten... ;-) (nicht alle Beschreibungen von Expats sind präzise genug, um sofort sein Ziel zu finden... ;-) ).

(Eventuell gibt es noch einen kleinen Mitschnitt aus dem Wala-Wala - da muss ich aber erst einmal selber drüberschauen ob man etwas auf dem Video erkennt...)

Sonntag, 26. April 2009

Jurong - Teil 2

PS: Zuallererst - das Rätsel wurde gelöst: Es ist ein Kranich (Pfauen- oder Kronenkranich) leider gab es nur eine Einsendung... :-(.

Jurong ist nicht nur die Heimat des "Bird Parks", sondern bietet neben einem Golfplatz auch noch dem "chinesischen und dem japanischen Garten" Platz. Am südlichen Ende von Jurong befindet sich ja auch unser Büro - das bedeutet: Theoretisch wäre es bis hierher nicht weit...

Bei beiden Gärten handelt es sich um Anlagen, welche künstlich angelegt wurden und sich auf Inseln befinden.
In den Gärten gibt es Sonderschauen zu den Themen "Schildkröten" und "Bonsai" - wobei für diese, im Gegensatz zu den Gärten - Eintritt verlangt wird (bei den Schildkröten werden anscheinend auch doppelköpfige mit 6 Beinen gezeigt...). Ebenso gibt es auch noch ein Teehaus und ein Meeresspezialitäten-Restaurant.
Leider war ich schon etwas spät dran und somit konnte ich nur noch ein "Best of" erleben und somit euch nur noch ein "Best of" präsentieren... Wobei es zu den Gärten selbst nicht viel zu erzählen gibt - die muss man einfach auf sich wirken lassen und genießen... Ich hoffe das ein oder andere Bild verdeutlicht die Schönheit und die vorherrschende Ruhe...












Asien: Hier sind Themen aufeinander abgestimmt - und somit nimmt auch die MRT-Station Rücksicht auf das neben ihr befindliche Thema: Somit hat die "Chinese Garden MRT Station" auch etwas chinesisches an sich...











Die "13 Bogen Brücke" - führt von den Inseln wieder auf die Hauptinsel.












Schildkröten findet man hier nahezu überall... (ich hab danach auch einmal in den Himmel gespäht - da war nix...)
























Die Brücke nach "Japan" ("Bridge of Double Beauty")

















Mein Sternzeichen im chinesischen Tierkreiszeichen.

















Aussichtsturm im chinesischen Stil (‘Ru Yun T’a-Pagode) - Eintritt ist keiner zu zahlen...












...dafür gibt es sechs Stockwerke á 30 Stufen; kein Lift, keine Klimaanlage - und Ortsansässige verwenden es als Laufstrecke - nicht nur den Park, auch das Treppenhaus...












Dafür ist der Ausblick traumhaft.

Samstag, 25. April 2009

Jurong (Jungle Party II)

Jurong ist ein Stadtteil nördlich von unserer Condo. Dieser Stadtteil gilt schon als einer der Randbezirke und beheimatet somit weniger Expats sondern mehr Einheimische und bodenständige Bewohner. Auch aufgrund dieses Umstandes sieht man dort nicht Wohnanlagen a la in Dover und die Stadtteil-Struktur beinhaltet derzeit auch noch nicht das klassische Schema - sprich Condos mit den Namen "Jurong Heritage" und "Jurong Park View", wobei ich den Verdacht habe, dass sich dies bald ändern wird, da derzeit in Jurong sehr viele Bodenaufschlüsse durchgeführt werden... eben in der Nähe der MRT-Station, sowie eines Parks - mehr dazu aber später... ;-).

In Jurong gibt es neben einer nicht vorhanden gewohnten Struktur auch einen nicht alltäglichen Vogelpark - den "Jurong Bird Park". Dieser beheimatet neben 8.000 Tieren (600 verschiedene Arten) auch eine Monorail und den höchsten, künstlich angelegten Wasserfall der Welt (nein - diesesmal hab ich mich nicht verlesen oder falsch interpretiert, dem ist tatsächlich so... :-) - der Wasserfall ist rund 30 Meter hoch).

So galt es die Anreise - da ich ja heute alleine unterwegs war - mit konventionellen Verkehrsmitteln zu bestreiten: Also MRT und Bus. MRT kennt man ja schon... ist eine U-Bahn bzw. Hochbahn ohne dem lästigen Geschaukel, das es in Wien gibt. Bus ist da schon was anderes. Verkehrsmittel der "ärmlichen" Bevölkerung - sprich die kein Auto haben, so wie ich... - da entsteht dann schnell einmal in einem Bus, der eine Attraktion ansteuert ein ziemlich kräftiges Mischmasch an Kulturen und Kulturkreisen. InderInnen mit kleinen Kindern am Arm in ihren bunten Saris, Manager im Anzug, Touristen und Expats im Safari Look (Kaki-Hose, Kaki-Hemd und Strohhut) und mitten drunter ein nicht minder bunter Vogel: Ich. Nicht wissend wieviele Haltestellen bis zum Ziel und wo es überhaupt exakt liegt (aus dem Weltall hätte ich sofort hingefunden - mit landgebundenen Verkehrsmitteln sieht es da schon anders aus... ;-) ). Dennoch war die Anreise kein Problem und das Ziel alsbald erreicht.

Ursprünglich kam mir der Eintritt mit 18 S$ (+ weiteren 5 S$ für einmal Monorail fahren :-) ) etwas hoch vor, da ich sehr schnell vorwärts kam und mir eigentlich nichts besonders auffiel - sprich Flamingos kann ich mir in Salzburg auch anschauen und die Papageien am Eingang sind ja ganz nett - nur sehe ich die bei uns auch in jeder Tierhandlung.

Somit schlich etwas Enttäuschung in meine Sichtweise der Dinge bis ich dann zu den Freifluganlagen (diese Anlagen kann man mit google maps auch ganz gut sehen - obwohl nur ein feines Gitter darüber gespannt ist) kam. Riesige Anlagen mit einer Unzahl an farbenfrohen und sehr zutraulichen Tieren in einer absolut natürlich wirkenden Landschaft. Spätestens ab diesem Zeitpunkt wusste ich für was ich bezahlt habe und dass die 18 S$ gerechtfertigt sind.

Während meines Rundgangs entdecke ich aber auch Zeitgenossen, welche einem als eher tolpatschig und unbeholfen bekannt sind, zu denen ich aber nur sagen kann: Ich möchte nicht, dass mich einmal ein 1-1,2m großer Pelikan zwickt. Die Tiere wirken nur im Fernsehen klein...

Impossant ist auch, dass der Rest der Tiere - also alle die nicht so leicht abhanden kommen können - nicht eingesperrt sind, sondern sich nach Lust und Laune neben und mit den Parkbesuchern bewegen können. Was dann hie und da zum leichten Erschrecken der Besucher führt, wenn plötzlich perlhuhnähnliche Tiere aus dem Dickicht neben einem landen oder eben auch besagte Pelikane beschließen den Weiher zu verlassen und befestigte Wege heimsuchen...












Neuer Zoo - neue Begrüßungsvögel...












Rätselfrage: Was bin ich? Um Antworten wird gebeten: der erste Einsender mit der richtigen Antwort erhält 5 S$ - aus Plastik und somit wertbeständig... (per Post - wie ich gestern zur Sekrätarin sagt: "When I'm back in Europe..." - klingt total eigenartig, wenn man sowas sagt...)
(sollte "Comment" nicht gehen, dann per Mail...)












Jungle-Monorail












Nein - keine Retouche, das sieht wirklich so aus... (auch wenn es wie hineinkopiert wirkt...)

























perlhuhnähnliches Wesen....












Zu beachten - wir sind in einem "Käfig"...


















Höchster, künstlicher Wasserfall der Welt












Leider ging es dann aber anscheinend heute nicht allen so gut... :-(












Die gibt's hier auch - sind aber hinter Gitter (keine Ahnung warum man das da nicht sieht... - wahrscheinlich guter Fotograf... ;-) )












farbenfroher Haufen...












Wie gesagt: Ein "Käfig"...






































Tatoo-Studio?












Rocka-Billy ;-) (heissen hier "Hornbill")












coole Frisur - gibt es in verschiedenen Varianten...












Wer sich so kleidet, findet nirgends Deckung...












Jeder der behauptet, dass für Würstl Tiere sterben müssen ist ein Lügner... ;-)


















Selbst im Sitzen, äh liegen, nein stehen - naja, jedenfalls auffallen müssen...












Pelikan - nicht der Füllhalter - ob der nett zwickt, wage ich zu bezweifeln...












Und da war sie: Meine erste Fahrt mit einer Mono-Rail... :-) (etwas schaukelig das Ding - wär ich länger als 15 Minuten damit gefahren, wäre ich eingeschlafen...)












Wie gesagt: Jurong - etwas ausserhalb, ein bisschen normaler, ein bisschen weniger grün, ein bisschen mehr Beton...

So - das ist Teil 1 von heute - Teil 2 folgt noch...

Freitag, 24. April 2009

GCS @ GCAs

So - heute gibt's nix besonders. Ok - ich war diese Woche fleissig und habe somit morgen frei - ist auch schon was... :-) - Nächste Woche haben wir ja dann wieder mal eine kurze Woche, da der 1. Mai hier auch frei ist. Nein - wir haben nicht mehr Feiertage als Österreich - Österreich hat 17(18), Singapur nur 11 (Deutschland kommt auf irgendwas zwischen 9 und 13 - das weiß dort keiner so genau... - Spanien "definiert" 14).

Aufjedenfall haben wir dann bereits um 17.00 Uhr Feierabend gemacht und sind zu unserer Filiale gefahren, da hier jeden letzten Freitag im Monat ein gemütlicher Umtrunk mit Verpflegung stattfindet und wir zu diesem freundlicherweise eingeladen waren. Und man kann nur eines sagen: Wir waren nicht nur freundlicherweise eingeladen, sondern wurden auch sehr freundlich empfangen und noch freundlicher bewirtet.

Die essenstechnische Auswahl ließ nicht zu wünschen über ob es jetzt "nur" Pizza war, Hühnchen oder doch nur Knabbersachen - es war für jede Geschmacksrichtung was dabei. Dazu gabe es neben Limonaden auch Bier und Wein. Im Anschluß daran erhielt ich eine Führung durch das Büro - auch wenn es für den Europäer zuerst erschreckend wirken mag, so ist es doch so eingerichtet, dass auch hier jeder seine "Privatsphäre" (sofern man diese in einem Büro braucht) hat und sich die Leute nicht gegenseitig im Gesicht sitzen (da durfte ich schon ein anderes Büro in Singapur begutachten, bei dem die Leute ihre Akten sehr hoch hinaus stapeln mussten, da einfach kein Platz am Schreibtisch war, da ja dort schon die Tastatur gestanden hat...).

Ebenso nett, war es auch dann, dass für einen Kollegen - nicht aus Europa - eine Torte hereingebracht wurde und ihm zum Geburtstag gratuliert wurde, da er morgen selbigen hat. So wurde aus einem gemütlichen Zusammensein eine kleine Geburtstagsfeier, welche hier aber nicht lange andauert.

Das ist wahrscheinlich eines der größten Mankos in Singapur, dass die Leute bei Feiern nie wirklich lange bleiben und schon bald einen "move" machen, was soviel bedeutet wie: Sie gehen heim (sollte jemand mal alle auf alles einladen wollen und dabei doch sparen wollen, so ladet viele Singapurer ein - die sind bald wieder weg... ;-) ). Dennoch gab es auch hier einen harten Kern - inklusive meiner - welche sich durch vorzeitige Aufbruchsgelüste anderer nicht einschüchtern ließen und so blieben wir zu sage und schreibe viert länger - also bis 21.00 Uhr... ;-).

Aufjedenfall ist ein Wiedersehen mit den Kollegen schon angedacht - sei es im Rahmen einer Farewell-Feier unsererseits oder aber einem monatlichen Beisammensein. Wobei ich die Befürchtung habe es wird eine Farewell-Party werden... (wir, insbesondere ich, liegen sehr gut im Rennen und sollten somit den von uns angestrebten Zeitplan aufjedenfall halten können - es sei denn, der Bauherr möchte doch lieber eine Brücke... ;-) ).

Achso - falls wer mit dem obigen Kürzel nix anfangen kann: Das erste "S" steht für "Salzburg" - das "As" für "Asia".

Donnerstag, 23. April 2009

Chinatown

So - an dieser Stelle wollte ich euch eigentlich Bilder und Impressionen der Band präsentieren, jedoch ist es dazu nicht gekommen, da ich mich dazu entschlossen habe in dieser großen weiten Stadt einmal was anderes zu sehen als Holland Village - auch wenn es einiges an Überwindung gekostet hat, habe ich mich mitsamt meiner EZ-Link-Card (sprich: MRT-Karte) auf den Weg gemacht und bin extra für euch nach China gereist (ja - das seid ihr mir wert :-) ).

Somit folgt an dieser Stelle klarerweise kein Bericht aus dem Wala-Wala, sondern aus dem chinesischen Stadtteil in Singapur.
Betrachtet man den Stadtplan, so erwartet man sich von der Lage der MRT-Station Chinatown, dass man zumindest noch zwei Strassen retour und eine große 4 bis 6-spurige Hauptstraße überqueren muss und da man nun die Verhältnisse zwischen google Earth und der Realität hier besser einzuschätzen vermag, rechnet man vorsichtshalber einmal mit rund 15 Minuten Gehzeit. Also mit diesem Kenntnisstand im Kopf (und ohne Stadtplan - einmal Verlaufen in zwei Monaten sollte schon drin sein, war bisher aber noch nicht der Fall - zum Glück) macht man sich auf den Weg und nach einer rund halbstündigen Reise erreicht man das Ziel. Nach dem Verlassen der MRT macht man sich sogleich auch einmal verdächtig, da man suchenden Blickes die von hinten heranströmenden Massen ignoriert und wie ein Fels in der Brandung sich den günstigsten Platz ausgesucht hat um nach dem richtigen Ausgang zu suchen. Natürlich sind MRT-Stationen "klein" und der Wegweiser mit der komplett lesbaren Schrift (Chinatown = Englisch untergeordnet...) verbirgt sich hinter einer Säule...

"Temple Street" war dann das Stichwort an das ich mich vom Lesen des Stadtplans noch erinnern konnte - weil: Klar - die drei Straßen behält man im Kopf, ist ja nicht weit... und Namen wie Eu Teng Son Street sind für mich schon längst zur Gewohnheit geworden... ;-) und somit wusste ich auch wieder in welche Richtung ich mich wenden musste.

Nach verlassen der Station wurde mir alsbald bewusst: Klarerweise war die Reise mit der MRT wieder einmal eine Reise mitten ins Herz. Man verlässt diese und taucht in den ersten drei Kleiderständern von chinesischen Ständen wieder auf... Schon die ersten paar Meter zu Fuß überzeugen: Man hat das bisher gewohnte Singapur verlassen und ist in einer anderen Welt. Laute Marktschreier, feilschen um "sündhaft" teure Ware deren Ursprung niemand so genau benennen kann und weit und breit keine alten Männer mit einem gütigen Lächeln und einem langen, weißen Chinesenbart - ein Weltbild droht einzustürzen. Wo ist das China aus den Bilderbüchern geblieben? Hier anscheinend nicht - infiziert vom Handeln und dem Bestreben seinen Standnachbarn im Kunden über den Tisch zu ziehen zu schlagen wird alles was nach Tourist aussieht versucht an seinen Stand zu locken und wer den in asiatischen Ländern an sich als aggressiv geltenden direkten Blickkontakt sucht hat schon verloren und wird beidhändig in sein "Geschäft" gezogen. Doch auch ich war auf der Suche nach dem "Schnäppchen" und steuerte schon das erste mir vor die Füße kommende Fotogeschäft an - wir sind ja in Asien, dem Land, besser gesagt dem Kontinent der Fotografie (an diese Schreibweise werde ich mich nicht mehr gewöhnen...) - und musste mit entsetzen feststellen: Bei den Preisen unterstütze ich dann doch lieber wieder die heimische Marktwirtschaft und habe einen leicht verärgerten Verkäufer zurückgelassen... Nein - ich habe ihn nicht (direkt) beleidigt, ich habe ihm lediglich erklärt, dass ich an einem Weitwinkel interessiert bin um mehr von der Welt in meinen kleinen schwarzen Kasten zu pressen - nicht an Preisen für die ich die halbe Welt schon zu kaufen bekomme, irgendwie war er nicht meiner Meinung und beharrte der Ansicht, dass seine Preise die besten sind - naja, ich werde ihn weiter in seinem Glauben lassen und sein Weltbild nicht nocheinmal beschädigen... ;-)

So setzte ich aber meine Reise durch China fort und ließ mich von nun an durch keine weiteren "Lockangebote" mehr ablenken und genoß einfach einmal das Schländern durch Gassen, deren Gebäude bereits nach 3 Geschoßen ein Ende finden und mit farbenfrohen Wandfarben versehen, sowie reich an geschnitzten Ornamenten und von Hauszeile zu Hauszeile Drähte gespannt sind, an denen rote Lampions beleuchtet herabhängen - eben so, wie man sich China(town) vorstellt.

Zu guter Letzt besorgte ich noch Brot - ordentliches Brot - für morgen Früh und stärke mich an einem Klassiker in Chinatown ;-).

Von nun an folgen Bilder - ohne Blitz (aufgenommen):












So kann man sich Chinatown schon eher vorstellen...













So auch...


















...und so auch....













und das gehört sowieso nach China.













Und das gibt's dann auch - inklusive Schwarzbrot für die Früh und "Frankfurter" als Stärkung :-). (Wer es nicht lesen kann: wuerstelstand.blogspot.com - hier haben Verschwörungstheorien ihr zuhause und Dan Brown wird nie wieder eine Schreibblockade haben... ;-) )

Mittwoch, 22. April 2009

"Yes Sir"

Die gängiste Phrase aller Phrasen. Ob im Taxi, im Restaurant, im Büro - überall zu hören und nirgends weiß man: Meint er es ehrlich? Hat er mich verstanden? Weiß er wirklich wohin?

Ok - die letzte Frage kann man meistens verneinen - die meisten Taxifahrer hier haben genauso viel Ahnung von der Stadt wie ein Tourist nach drei Tagen - immerhin weiß der Tourist nach drei Tagen wo er hin will - ob der Taxifahrer auch dort hin findet (ohne helfendem Tourist) ist eine andere Frage.

In der zweiten Woche passierte uns zum Beispiel, dass wir mit dem Taxi nach hause fuhren. "Plötzlich" wird die Ampel rot und unser Taxi passiert die bereits dunkelrote Ampel. Der Kollege fragt höflichst ob denn die in der Seitenstrasse stehende Polizei bemerkt wurde. Lapidare Antwort von der Fahrerseite: Which police? Genau die - die sich jetzt hinter einem befindet... Naja - geschicktes "unauffälliges" Spurwechseln wird die Sache schon richten... denkt man - nicht ganz. Das was die Sache - wohlgemerkt für den Taxifahrer, uns wäre es ja fast egal gewesen - gerichtet hat, war das neben uns befindliche Polizeiquartier. Dorthin war die Streife am Weg. Hätte sie es auf "uns" abgesehen gehabt, dann hätten wir ein neues Taxi gebraucht. Warum? 24 Punkte darf man als Fahrzeuglenker auf seinem Führerschein haben - danach ist der Führerschein weg. Ratet mal wieviele Punkte unser Taxifahrer hatte... Richtig - 24.

Naja - dafür hört man an allen Ecken und Enden eben ein "Yes Sir" - auch wenn man nicht immer wie ein solcher befördert wird, geschweige den verstanden (mittlerweile bin ich in der Lage zwischen dem obligaten "Yala" als Füllwort und dem restlichen Satz zu unterscheiden - das bedeutet: ich verstehe sie... ;-) ).
(Mich wundert es, dass kein Singapurer Taxifahrer in der Formel 1 mitfährt; die müssten mindestens so gut wie Schumacher sein...)

Noch ein paar Bildchen: Blitzforscher haben hier unten ein leichtes Leben...

(PS: Alle Fotos im Blog - und Videos - sind klarerweise von mir)
























































Dienstag, 21. April 2009

Allerlei...

So - gestern war ja aus bekannten Gründen kürzer... dafür heute wieder länger... :-) und wieder ohne Bilder... :-(.

Allerdings weiß ich gar nicht so recht wo ich anfangen soll...
Naja - beginn ich mal in der "Nachbarschaft"-

Als wir hier ankamen wurden wir von den "Vormietern" - also den Kollegen - in die Gegend mit den Worten eingeschult : "Nächster Supermarkt ist im Holland Village, in der Nähe gibt es nichts..."
Kam mir etwas komisch vor, da es ja in Singapur ein oder zwei Personen gibt die kein Auto besitzen, aber gut - die Herren sind schon länger hier und kennen sich demzufolge auch besser aus - eh klar. Naja - nachdem man doch schon ein Monat hier ist wird man mutiger und traut sich somit auch mehr. Auch weiter raus... So sind wir dann heute abend mal beim Hinterausgang raus um zu einem nahegelegenen food court zu schauen, welcher vom vorbeifahren recht sauber aussieht - dies auch ist - und dort zu essen. Neben dem üblichen chinesischen Essen gibt es hier unter anderem auch japanisch, islamisch zubereitete Speisen, indische Gerichte und so weiter und so fort...
Während dem Essen bemerkte ich dann "Westler" mit einem Einkaufssackerl (für die deutschen Leser: einer Plastiktüte... ;-) ), welches mir bereits am Sonntag bei anderen auffiel, welche am Pool vorbeimaschierten (Anmerkung der Redaktion: Wie wir aus verlässlicherquelle - einem allwissenden Taxifahrer - wissen, kann man in Singapur grundsätzlich das ganze Jahr über einkaufen - rund um die Uhr - sozusagen 24/7).

Somit war das Ziel nach dem Abendmahl klar gesteckt: Die Herkunft dieser ominösen Tragebehelfe - mehr sind sie nicht, da sie meist nur den Weg nach hause durchhalten - zu ergründen. Doch zuvor mussten noch ein paar Runden Fingerfertigkeiten unter Beweis gestellt werden - japanisch mit Stäbchen, man möchte ja zeigen, dass man nicht nur zum Arbeiten hier ist - sondern auch zum Essen... ;-) .

Nachdem das "mit-den-Stäbchen-essen" mittlerweile schon ganz gut klappt, sprich zeitlich zieht es sich gar nicht mehr so in die Länge, zogen wir anschließend um die Häuser. Schon nach der ersten Hausecke wurde die Anzahl der einheitlich aussehenden Plastiksackerl (ich übersetze jetzt nicht mehr... ;-) ) immer mehr. Somit wussten wir, wir befinden uns auf dem richtigen Weg.
Und siehe da - schon das nächste Hauseck brachte die Lösung zu Tage: Ein Supermarkt - nicht einmal 5 Minuten von unserer Wohnung entfernt; dass es neben einem Supermarkt immer auch noch einen Zahnarzt, einen Friseur, einen Arzt und ein Lernzentrum gibt erwähne ich nicht, denn das ist in Singapur Standard.

Tja - wohl umsonst ein Monat lang ins Holland Village gefahren und die Einkäufe bei sengender Hitze (auch ohne Sonnenschein ist es hier ja manchmal verdammt heiss...) nach hause geschleppt - oder mit dem Taxi schleppen lassen... Naja - dafür sind wir jetzt im Holland Village bestens bekannt... ;-)

Food Courts & Essen

Zu denen wollt ich auch noch was sagen. Also Mittagessen ist ja bei uns entweder im Erdgeschoß oder aber in "Oscar's food court" und somit hat man die Wahl: Sauteuer und eigentlich immer gleich schmeckend oder aber spottbillig, komplett unterschiedlich von süß-sauer bis hin zu höllisch heiß (dieses rote/grüne Zeugs hier ist wirklich die Hölle - manche von den Hiesigen reagieren aber in keinster gewissen Art und Weise drauf) und manchmal auch nicht wissend was sich dahinter verbirgt. In beiden Fällen aber nicht bedenklich. So einen Fall hatte ich bisher erst einmal bei einem Inder im Holland Village - aber da waren wir seit dem auch nicht mehr... (er war der Meinung es war eine Kardamom-Nuss die ich da zerbissen habe; ich glaub's bis heute nicht...). Preislich steht es dann natürlich 20 S$ gegen 4 S$. Da kommt man dann schon mal ins Grübeln und denkt sich: Bin ich mutig - probier ich wieder mal was, was ich nicht kenne...

Aber generell, trotz des Umstandes, dass erst vor 3 Wochen eine Frau in Little India (ja ich weiß, da war ich auch noch nicht...) an einer Lebensmittelvergiftung gestorben ist, nachdem sie bei einem food court gegessen hat, finde ich diese Dinger hier (gilt jetzt natürlich nur für Singapur) sehr unbedenklich - wobei ich natürlich auch sagen muss: Zu jedem würde ich auch nicht gehen...

Montag, 20. April 2009

Notebook-Tausch...

Augrund desselbigen heute leider kein Eintrag...

Unglücklicherweise hat das Notebook, welches die Reise mit mir hierher angetreten hat einen kleinen Treffer auf der Festplatte abbekommen und musst(e) somit getauscht werden, da ein ausfallssicheres Arbeiten nicht mehr garantiert war. An dieser Stelle sei meiner EDV für den prompten Support - auch wenn das Telefonat nach Österreich nicht ganz billig war (5:29min á 11€ - jedes jamba! ich-nerv-dich-mit-meinem-Klingeton-Sparabo ist billiger ;-) ) - gedankt!

Nun hoffe ich, dass dieses Notebook die zweite Hälfte des Einsatzes unbeschadet durchhält und ich die 110 S$ GST zurückbekomme. Behörden in Singapur verrechnen nämlich gerne Steuern für Dinge die schon versteuert wurden... und dann hat man - besser gesagt die Sekretärin - viel Scherereien mit diesen um das Geld wiederzusehen - der wahre Gewinner heisst UPS - die haben nämlich 10 S$ Bearbeitungsgebühr verlangt, die wir nicht mehr sehen werden...

Achja - I sog's glei: I wor's ned!!! (Ich war es nicht der dem Notebook den Treffer abgegeben hat!!! Und genau so sorgsam wie das Erste, werde ich das Zweite behandeln... ;-) ) .

Sonntag, 19. April 2009

Botanischer Garten

Heute war der Sonntag endlich mal ein Sonntag. Am Vormittag ein bisschen was fürs Buch getan, dann zum Pool und am Nachmittag in den "Botanischen Garten". Wobei bei der Größe der Anlage "Garten" wahrscheinlich untertrieben ist... Nach 3 Stunden Gehzeit - in eher zügigerem Tempo - hatten wir circa die Hälfte besichtigt.

Der Garten besticht durch seine Wildnis und Gepflegtheit gleichermaßen, da hier nicht nur eine Parklandschaft geschaffen wurde, sondern auch zugleich tropischer Regenwald erhalten geblieben ist, durch welchen ein Pfad führt. Schade ist bei diesem jedoch, dass man stellenweise den Verkehrslärm hören und zum Teil auch eine Straße sehen kann. Sonst aber ist es ein sensationelles Erlebnis, wenn man gegen Abend hin und die Sonne nicht mehr richtig scheint durch den Regenwald geht und links und rechts von sich Geräusche vernimmt und man weiß - man ist nicht alleine im Wald...

Die Anlage selber liegt sehr zentral in Singapur und ist mit dem Taxi leicht erreichbar - auch wenn sich vor dem Haupteingang nicht jeder Taxifahrer auskennt - mit der MRT wird der botanische Garten erst nach der Errichtung der DTL2 praktikabel zu erreichen sein (wobei diese Haltestelle ja dann eigentlich auch noch immer auf der verkehrten Seite des Gartens zu liegen kommt...).

In der Anlage selber ist so ziemlich alles erlaubt - inklusive Orchideen pflücken - außer Feuer machen. Sonntags ist der Park aber ein beliebtes Ausflugsziel der Einheimischen um dort gemeinsam mit Freunden zu picknicken.

Im Garten selber geht man am mächtigen und prächtigen Eingangstor vorbei, entlang dem idylischen "Swansea" zum "Symphony Lake", in dessem Mitte sich eine Veranstaltungsbühne befindet, auf welcher Orchesterkonzerte bei freien Eintritt stattfinden, weiter hin zum mittig liegenden "Orchid Garden", dessen Sammlung rund 60.000 verschiedene Orichdeen beinhaltet. Wer danach noch Lust und Laune hat kann dann noch einen Abstecher in den "Rainforest" machen und sich dort der Mächtigkeit der Bäume selbst überzeugen. Abschließend gibt es dann noch einzelne frei stehende Riesen zu bewundern. Aber nicht nur Riesen sind dort heimisch - auch eine Bonsaizucht, sowie diverser Bonsaibäumchen sind zu bewundern. Ebenso "heimisch", aber eigenwillig anzusehen ist der Kakteengarten - ein Teil dessen liegt unter einem Glasdach vor Regen geschützt...
Interessanter ist da schon der "Orchid Garden" selbst, der für gerade einmal 5 S$ Eintritt besichtigt werden kann - der botanische Garten selbst ist frei von Eintritt.

So - nun aber genug Text - von nun an sprechen Bilder...













Haupteingang zum Botanischen Garten













Kurz einmal Überblick verschaffen...













Hinter dem rechten Geländer seht ihr zwei Personen - das alles ist aber ein Baum...













Sti(e)lleben...













Wie gesagt: Schwanensee












Insel im Schwanensee - rechts zwei Namensgeber; auf der Insel wird im übrigen gerade gebrütet...












Ein (künstlicher) Wasserfall












Das Bauwerk in der Mitte ist die Veranstaltungsbühne.












Irgendwelche Pflanzen vorm "Coolhouse" - im Coolhouse sind Orichden die es nicht ganz so heiß mögen... (dafür feucht - ich hoffe es hat die Kamera nicht allzu gestört...)












Ein Kandidat im "Coolhouse"












Orchideen - alle Formen, alle Farben - einfach alle...
























Nein - keine Orchidee - aber zuerst wussten wir nicht, was die hier fressen - Auflösung folgt noch...
























Nein - keine Angst, ich habe nicht alle 60.000 fotografiert... (nur 59.999 ;-) )












Keine Ahnung wer den Unfug angefangen hat - aufjedenfall sieht der ganze Baum so aus...












Orchideen wachsen auch auf Bäumen...












Nur schöne Gewächse... ;-)












Auch Palmen blühen...












Auflösung: Klar - Orchideen frisst er, was sonst...












Interessanter Baum (Strauch) - blüht und trägt Früchte zugleich...












Wie gesagt - alle Formen und Farben...

















Regenwald = große Bäume, ganz große Bäume...



































Tipp: Auf dem Bild bin ich auch drauf... ;-)













Nein - kein Riese - ein Zwerg: Bonsai













Sie sind wiklich groß...












Tja - und am Abend waren "wir" dann mal wieder "geladen"... (einmal links in den Wolken und beim anderen rechts...) - kam aber glücklicherweise nicht bis zu uns...