Knappe zwei Wochen bin ich nun schon hier, aber an alles habe ich mich hier noch nicht gewöhnt. Deshalb einmal ein paar Dinge mit denen man im täglichen Leben hier konfrontiert ist:
Khao Phat Supparod Talay
Ok - das könnt ihr nicht kennen; das ist Thai und bedeutet soviel wie Reis mit Meeresfrüchten und Ananasstückchen... ;-) - aber hier geht es kurz mal ums Essen.
Das Essen, ein gestriger Test belegt es, schmeckt mir eigentlich sehr gut - auch wenn es etwas ungewohnt ist zum Beispiel "krispy prawns" (Shrimps mit Flakes) mit einer eher würzigen Sauce garniert mit den Fingern zu essen. Über das ich mich noch nicht getraut habe sind die "food courts" in den Innenhöfen der großen Wohnanlagen. Meist in chinesischer Hand wird dort doch eher Essen verkauft, das mein Magen alleine vom Anblick nicht besonders ansprechend findet... (selbst wenn der Hunger noch so groß ist...). Sonst hat man hier mit dem Essen eigentlich kein Problem. Westliche Lokale und Restaurants gibt es im Überfluß und es sollte stets für jeden Geschmack was dabei sein. Bei uns im Bürogebäude gibt es auch eine Art Bistro, welches in erster Linie mediterrane Küche serviert. Etwas ungewohnt ist aber, dass aufgrund der kulturellen Gegebenheiten hier auch die Lasagne mit Huhn und Truthahn serviert wird.
Unweit von unserem Gebäude ist dann auch noch ein "food court", welchem ich auch schon mein kostbares Leben anvertraute - abgesehen davon, dass man nicht immer weiß, was man serviert bekommt war es eigentlich ganz gut und vor allem preiswert.
Geld
Noch ein Nachtrag zum gestrigen Beitrag: So eigenartig sich hier das Plastikgeld angreift, genau so ist es auch beim Münzgeld. Sehr leicht im Gewicht und bei den 5-Cent Stücken fragt man sich ob nicht ein Blatt Papier dick ist... Desweiteren hat man hier glaube ich auch einen anderen Zugang zu diesem (also zum Geld) - oder in wievielen Ländern ward ihr schon in denen für die American Express Platinum Werbung gemacht wird? 3m hoch und 50m lang...
Straßenverkehr
Auch mit dem Straßenverkehr habe ich nach wie vor meine liebe Not - zum Glück queren wir nur im Kreuzungsbereich die Straße, da braucht man dann nur auf den Boden blicken um zu erkennen, dass die Gefahr doch von der anderen Seite kommt.
Doch auch der passive Straßenverkehr bereitet - zum Glück nicht nur mir - gewisses Unbehagen. Spätestens wenn das Taxi nach rechts abbiegt um dann auf der linken Seite anzukommen, denkt man: "Gleich kracht's..." - tut es aber nicht, da der Taxifahrer recht hatte und links fuhr - nicht wie wir, die geistig noch immer rechts fahren...
Taxi(s)
Taxifahren ist hier überhaupt etwas abenteuerlich:
Die Taxis sind (wie bereits in einer anderen Geschichte vernommen) nicht mehr ganz jung - der Toyota Crown ist das (alte) Standardmodell - und dementsprechend spricht die Federung mit den Fahrgästen. Stoßdämpfer, die durchschlagen, fangen den Stoß (oder auch mehrere) äußerst aprubt und hart auf. Auch wenn diese innen reichlich Platz bieten - mehr als die anderen eingesetzten Modelle - versuchen wir in letzter Zeit doch eher neue Modelle zu ergattern und bieten aus diesem Grund unsere Warteschlangenposition beim "In die Arbeit mit dem Taxi fahren" gerne nachkommenden Condi-Bewohnern an (ja - so selbstlos sind wir... ;-) ). Meist scheitern diese Versuche jedoch... :-( - nächste Woche sollte uns aber wieder der Fahrer zur Verfügung stehen und dann haben wir diese lästigen Probleme auch nicht mehr...
Sonst sind Taxis hier ein absolut gängiges und doch eher günstiges Fortbewegungsmittel. Von unserer Wohnung zahlt man in die Innenstadt ca. 12 S$ (6€) - dabei inkludiert sind aber schon wenn man zu einer ungünstigen Zeit fährt: ERP und Citymaut. Fahrzeit: ca. 20min.
ERP und Citymaut
ERP steht für "Electronic Road Pricing" und wir zu Stoßzeiten fällig. Dieses richtet sich dann nach verwendeter Straße und gefahrener Strecke. Die Citymaut gilt generell im Innenstadtbereich und beträgt mindestens 1 S$. Taxifahrer behaupten beim ERP auch, dass es "Electronic Robbing People" heisst - habe aber keine Ahnung warum sich die beschweren, denn die haben einen zweiten Taxameter der Sondermauten (eben ERP und Citymaut) rechnet. Also beides wird in voller Höhe an den Kunden weitergegeben...
Autos
Autos gibt es hier meist sehr neue beziehungsweise sehr gepflegte. Jedoch sind Autos hier kein Standardgefährt. Die Gründe sind folgende:
a.) Wer ein Auto erwerben will muss eine Lizenz erwerben (10.000 € - angeblich; weiß aber nicht ob diese nicht nur für gewerbliche Nutzung gilt)
b.) Ein Auto kann nicht auf eine Person alleine zugelassen werden
c.) Wer ein Auto hat, muss so ca. 1.000 S$ pro Jahr an Steuern zahlen (wenn das Auto neu ist) - Dieselfahrzeuge kosten bis zum doppelten von einem Benziner - die Höhe der Steuer richtet sich nach Hubraum
d.) nicht jeder kann sich ein Auto leisten, denn: Beim Kauf wird eine Strafsteuer in der Höhe von 100% des Einstandspreises fällig (somit haben Autos den doppelten Preis als bei uns - und wenn man dann einen Lamborghini Countach fahren sieht weiß man: Da steckt wirklich viel Geld dahinter)
e.) Man muss vor Erwerb des Fahrzeugs einen Parkplatz vorweisen können
Hat man nun alle vorgenannten Punkte erfüllen können kommt nach 10 Jahren des Fahrzeugbesitzes die Regierung und führt das Auto der Verschrottung zu - es sei denn man kauft sich zuvor ein neues. Wer sich danach binnen eines Jahres nicht wieder ein neues Fahrzeug zulegt verliert die Lizenz und muss diese erneut erwerben.
Es geht als auch ohne Abwrackprämie... ;-)
Soweit die News aus dem Land im Osten, in dem nicht immer die Sonne scheint...
Khao Phat Supparod Talay
Ok - das könnt ihr nicht kennen; das ist Thai und bedeutet soviel wie Reis mit Meeresfrüchten und Ananasstückchen... ;-) - aber hier geht es kurz mal ums Essen.
Das Essen, ein gestriger Test belegt es, schmeckt mir eigentlich sehr gut - auch wenn es etwas ungewohnt ist zum Beispiel "krispy prawns" (Shrimps mit Flakes) mit einer eher würzigen Sauce garniert mit den Fingern zu essen. Über das ich mich noch nicht getraut habe sind die "food courts" in den Innenhöfen der großen Wohnanlagen. Meist in chinesischer Hand wird dort doch eher Essen verkauft, das mein Magen alleine vom Anblick nicht besonders ansprechend findet... (selbst wenn der Hunger noch so groß ist...). Sonst hat man hier mit dem Essen eigentlich kein Problem. Westliche Lokale und Restaurants gibt es im Überfluß und es sollte stets für jeden Geschmack was dabei sein. Bei uns im Bürogebäude gibt es auch eine Art Bistro, welches in erster Linie mediterrane Küche serviert. Etwas ungewohnt ist aber, dass aufgrund der kulturellen Gegebenheiten hier auch die Lasagne mit Huhn und Truthahn serviert wird.
Unweit von unserem Gebäude ist dann auch noch ein "food court", welchem ich auch schon mein kostbares Leben anvertraute - abgesehen davon, dass man nicht immer weiß, was man serviert bekommt war es eigentlich ganz gut und vor allem preiswert.
Geld
Noch ein Nachtrag zum gestrigen Beitrag: So eigenartig sich hier das Plastikgeld angreift, genau so ist es auch beim Münzgeld. Sehr leicht im Gewicht und bei den 5-Cent Stücken fragt man sich ob nicht ein Blatt Papier dick ist... Desweiteren hat man hier glaube ich auch einen anderen Zugang zu diesem (also zum Geld) - oder in wievielen Ländern ward ihr schon in denen für die American Express Platinum Werbung gemacht wird? 3m hoch und 50m lang...
Straßenverkehr
Auch mit dem Straßenverkehr habe ich nach wie vor meine liebe Not - zum Glück queren wir nur im Kreuzungsbereich die Straße, da braucht man dann nur auf den Boden blicken um zu erkennen, dass die Gefahr doch von der anderen Seite kommt.
Doch auch der passive Straßenverkehr bereitet - zum Glück nicht nur mir - gewisses Unbehagen. Spätestens wenn das Taxi nach rechts abbiegt um dann auf der linken Seite anzukommen, denkt man: "Gleich kracht's..." - tut es aber nicht, da der Taxifahrer recht hatte und links fuhr - nicht wie wir, die geistig noch immer rechts fahren...
Taxi(s)
Taxifahren ist hier überhaupt etwas abenteuerlich:
Die Taxis sind (wie bereits in einer anderen Geschichte vernommen) nicht mehr ganz jung - der Toyota Crown ist das (alte) Standardmodell - und dementsprechend spricht die Federung mit den Fahrgästen. Stoßdämpfer, die durchschlagen, fangen den Stoß (oder auch mehrere) äußerst aprubt und hart auf. Auch wenn diese innen reichlich Platz bieten - mehr als die anderen eingesetzten Modelle - versuchen wir in letzter Zeit doch eher neue Modelle zu ergattern und bieten aus diesem Grund unsere Warteschlangenposition beim "In die Arbeit mit dem Taxi fahren" gerne nachkommenden Condi-Bewohnern an (ja - so selbstlos sind wir... ;-) ). Meist scheitern diese Versuche jedoch... :-( - nächste Woche sollte uns aber wieder der Fahrer zur Verfügung stehen und dann haben wir diese lästigen Probleme auch nicht mehr...
Sonst sind Taxis hier ein absolut gängiges und doch eher günstiges Fortbewegungsmittel. Von unserer Wohnung zahlt man in die Innenstadt ca. 12 S$ (6€) - dabei inkludiert sind aber schon wenn man zu einer ungünstigen Zeit fährt: ERP und Citymaut. Fahrzeit: ca. 20min.
ERP und Citymaut
ERP steht für "Electronic Road Pricing" und wir zu Stoßzeiten fällig. Dieses richtet sich dann nach verwendeter Straße und gefahrener Strecke. Die Citymaut gilt generell im Innenstadtbereich und beträgt mindestens 1 S$. Taxifahrer behaupten beim ERP auch, dass es "Electronic Robbing People" heisst - habe aber keine Ahnung warum sich die beschweren, denn die haben einen zweiten Taxameter der Sondermauten (eben ERP und Citymaut) rechnet. Also beides wird in voller Höhe an den Kunden weitergegeben...
Autos
Autos gibt es hier meist sehr neue beziehungsweise sehr gepflegte. Jedoch sind Autos hier kein Standardgefährt. Die Gründe sind folgende:
a.) Wer ein Auto erwerben will muss eine Lizenz erwerben (10.000 € - angeblich; weiß aber nicht ob diese nicht nur für gewerbliche Nutzung gilt)
b.) Ein Auto kann nicht auf eine Person alleine zugelassen werden
c.) Wer ein Auto hat, muss so ca. 1.000 S$ pro Jahr an Steuern zahlen (wenn das Auto neu ist) - Dieselfahrzeuge kosten bis zum doppelten von einem Benziner - die Höhe der Steuer richtet sich nach Hubraum
d.) nicht jeder kann sich ein Auto leisten, denn: Beim Kauf wird eine Strafsteuer in der Höhe von 100% des Einstandspreises fällig (somit haben Autos den doppelten Preis als bei uns - und wenn man dann einen Lamborghini Countach fahren sieht weiß man: Da steckt wirklich viel Geld dahinter)
e.) Man muss vor Erwerb des Fahrzeugs einen Parkplatz vorweisen können
Hat man nun alle vorgenannten Punkte erfüllen können kommt nach 10 Jahren des Fahrzeugbesitzes die Regierung und führt das Auto der Verschrottung zu - es sei denn man kauft sich zuvor ein neues. Wer sich danach binnen eines Jahres nicht wieder ein neues Fahrzeug zulegt verliert die Lizenz und muss diese erneut erwerben.
Es geht als auch ohne Abwrackprämie... ;-)
Soweit die News aus dem Land im Osten, in dem nicht immer die Sonne scheint...